Bergmannmuseum an der Bahnstraße steht vor ungewisser Zukunft

Mietvertrag gekündigt

Erinnerungen an die Bergbau-Ära sind im Bergmannmuseum an der Bahnstraße gesammelt. Das Multikulturelle Forum zieht zum Jahresende aus. Die Zukunft des Museums ist damit ungewiss.

Lünen-Süd

, 11.05.2020, 11:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Multikulturelle Forum als Träger des Bergmannmuseums an der Bahnstraße zieht zum Jahresende aus. Der Mietvertrag mit der Stadt wurde aufgelöst. Was mit den Exponaten der Bergbau-Sammlung wird, ist noch nicht geklärt.

Das Multikulturelle Forum als Träger des Bergmannmuseums an der Bahnstraße zieht zum Jahresende aus. Der Mietvertrag mit der Stadt wurde aufgelöst. Was mit den Exponaten der Bergbau-Sammlung wird, ist noch nicht geklärt. © Goldstein

Es waren ehemalige Kumpel der Zeche Gneisenau, die Erinnerungsstücke aus dem Bergbau und ihrem Alltag zusammengetragen haben. Im Dachgeschoss der ehemaligen Pestalozzischule an der Bahnstraße entstand ein kleines Museum. Außen gibt es sogar einen nachgebauten Stollen.

25 Jahre war das Multikulturelle Forum Träger des Bergmannmuseums. Zum Jahresende läuft der Mietvertrag mit der Stadt Lünen aus. Beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, hatte Geschäftsführer Kenan Küçük Ende März mitgeteilt. Mit Geschäftsstellen an der Münsterstraße 46b und Kurt-Schumacher-Straße 1-3 verfüge das Multikulturelle Forum über ausreichende Räume in Lünen, so die Begründung.

Alternativer Standort für Museum?

Damit ist die Zukunft des Bergmannmuseum ungewiss. Es gebe weder konkrete Pläne für das Gebäude, noch für das Museum, teilte Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage mit.

Er verwies auf Gespräche zwischen Betreibern des Museums und der Stadt. Darin sei es auch um die Frage gegangen, ob es Standortalternativen gebe und wenn nicht, was mit den Exponaten geschehen könne. Konkret sei aber noch nichts.

Die Standortaufgabe sei Geschäftsführer Kenan Küçük nicht leicht gefallen. Mit der Übernahme der Trägerschaft des Bergmannmuseums 1992 habe ein neues Kapitel begonnen. Aus der ehrenamtlich geführten Migrantenorganisation sei ein professioneller Bildungsanbieter geworden.

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