Baustelle an der Dortmunder Straße: Die Parkplätze könnten knapp werden

dzVerkehr in Lünen

Autofahrer haben es in Lünen schwer. Viel Verkehr, viele Ampeln und vor allem: viele Baustellen. Daran wird sich auch 2020 nichts ändern, wenn die Bagger an der Dortmunder Straße anrücken.

Lünen

, 15.11.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Baggerfahrer und Kanalarbeiter haben in Lünen auch weiterhin viel zu tun. Aktuell sorgt vor allem die Sanierung der Cappenberger Straße für Ärger. Und für 2020 steht ein kompletter Vollausbau der Dortmundern Straße im Bereich Graf-Haeseler-Straße an.

Diese Baustelle ist insofern speziell, als dass sich das Lippe-Berufskolleg dort befindet und gerade zu den Schulzeiten dort mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen gerechnet werden muss. Außerdem fallen während der Bauphase eine ganze Reihe von Parkplätzen weg.

Anwohnerparkzonen und weniger Stellplätze

Die Anwohner befürchten nun, dass die Schüler während er Bauzeit auf Parkplätze am Straßenrand ausweichen. Auf einer Bürger-Anhörung der Stadt Lünen forderten sie deshalb Lösungen für dieses Problem: Anwohnerparkzonen, eine geringere Zahl an ausgewiesenen Stellplätzen oder gar den Neubau eines Parkhauses auf dem Schulgelände.

„Es gab auch Vorschläge, die besagten, die Straßen und die Schule sollten über die Konrad-Adenauer-Straße erschlossen werden, um den Parksuchverkehr nicht über die Dortmunder Straße und die Graf-Haeseler-Straße abzuwickeln“, teilt Stadtsprecher Benedikt Spangardt mit.

Baubeginn frühestens Herbst 2020

Letzteren Vorschlag werden man jedoch kaum realisieren können, „weil der Verkehr auf dem Ring bereits heute an der Kapazitätsgrenze ist“. Den Wunsch, weniger Stellplätze und eine Bewohnerparkzone auszuweisen, könne die Verwaltung nachvollziehen: „Wir sind zuversichtlich, dass wir die dahingehenden Vorschläge in die Planungen einarbeiten können.“

Bevor die Bagger rollen können, ist jedoch ein politischer Beschluss erforderlich. Den könne es frühestens im Frühjahr geben, entsprechend rechnet die Verwaltung mit einem Baubeginn ab Herbst 2020. „Es ist ein kompletter Vollausbau geplant. Darin enthalten sind die Kanalbauarbeiten und die Straßenbauarbeiten. In weite Teilen werden auch die Strom- und Gasleitungen erneuert“, so Spangardt.

Wie die genaue Verkehrsführung während der Bauarbeiten aussehen wird, sei derzeit noch nicht ausgearbeitet. „Allerdings werden wir sicherstellen, dass alle Grundstücke jederzeit erreichbar sind.“

Übersicht der Stadt

Auch wenn es bis Herbst 2020 noch etwas hin ist - Autofahrer müssen schon jetzt mit diversen Behinderungen im Stadtgebiet rechnen. Die Stadt hat deshalb eine Übersicht auf ihrer Website erstellt, in der alle aktuellen Baustellen verzeichnet sind.

Hier sind auch Arbeiten verzeichnet, die nicht von der Stadt, sondern zum Beispiel vom Landesbetrieb Straßen NRW ausgeführt werden.

Ergänzend dazu hat der städtische Abwasserbetrieb SAL seinen Baustellenfinder veröffentlicht.

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