Baulärm auf Schulgelände der Overbergschule in Lünen-Süd ärgert Anwohner

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Seit einigen Tagen laufen die Arbeiten für den geplanten OGS-Neubau auf dem Gelände der Overbergschule in Lünen-Süd. Das geht nicht ganz so still über die Bühne - zum Ärger einiger Anwohner.

Lünen-Süd

, 03.09.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wo gehobelt wird, fallen Späne, heißt es im Volksmund. Doch davon wollen einige Anwohner der Spichernstraße in Lünen-Süd nichts wissen. Sie fühlen sich durch Baulärm auf dem Schulgelände der Overbergschule an der Weißenburger Straße gestört.

Dort soll bis zum Sommer 2020 aus Kapazitätsgründen ein neues Gebäude für den Offenen Ganztag entstehen. „Baubeginn war vor wenigen Tagen“, sagte Stadtsprecher Benedikt Spangardt am Mittwoch (28.) auf Anfrage.

„Bagger fährt schon um 7.30 Uhr“

„Die Anwohner regen sich deshalb auf, weil dort schon morgens um 7.30 Uhr der Bagger fährt. Selbst in den Mittagsstunden herrscht dort keine Ruhe“, sagte Manfred Kolodziejski ebenfalls am Mittwoch.

Um die Wogen zu glätten, überlegt der Chef des SPD-Ortsvereins Lünen-Süd und der Interessengemeinschaft Wattenscheider Siedlung (IWS), die verärgerten Anwohner und Vertreter der Stadt im Rahmen eines Ortstermins zusammenzubringen. Gegenüber unserer Redaktion zeigte sich die Verwaltung gesprächsbereit.

„Unabhängig davon wurden die Bauverantwortlichen vor Ort informiert und angewiesen, gegebenenfalls den Kontakt mit erkennbar belasteten Anwohnern zu suchen“, sagte Spangardt.

„Fast immer mit Lärm verbunden“

„Bei allen Bauprojekten versuchen wir, die Einschränkungen für Anwohner sowie Nutzer so gering wie möglich zu halten. Wenn gebaut wird, ist das aber fast immer mit Lärm verbunden, das lässt sich leider nicht völlig vermeiden.“

Zum vermeintlichen Vorwurf der Anwohner, man habe sie im Vorfeld nicht über die Baumaßnahme informiert, erklärte der Stadtsprecher:

„Es ist bisher kein Standard, beim Beginn von Bauarbeiten auf einem Schulhof etwaige Anwohner zu informieren - anders als beispielsweise bei bestimmten Straßenbauprojekten (...).“

Angesichts der aktuellen Beschwerde, sagte Spangardt weiter, werde beim Stadtbetrieb ZGL jedoch darüber nachgedacht, ob und wie eine sinnvolle Anwohnerinformation bei solchen Bauprojekten geschehen kann.

„Kinderspielplatz gar nicht betroffen“

Das Gerücht, dass der Spielplatz wegen der Baumaßnahme komplett abgebaut wurde, stimmt laut Stadt nicht. Der Spielplatz bleibe bestehen und sei von dem Bau gar nicht betroffen, sagte der Stadtsprecher:

„Dort, wo jetzt die OGS gebaut werden soll, ist ein Erdhügel, der beim Bau der Schule aufgeschüttet worden war. Dort waren Betonsitzgelegenheiten und zwei Spielgeräte installiert. Der Hügel muss für den OGS-Bau abgetragen werden, die Sitzgelegenheiten und Spielgeräte wurden daher abgebaut. Nach dem Bau wird die Außenfläche überarbeitet und dann schauen wir mit Schule und OGS, was auf diesem Außengelände passieren soll.“

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