B54-Ausbau und Gahmener Brücke: Verbindungen nach Dortmund werden für Lüner bald knapp

dzGroßbaustellen

Der B54-Ausbau soll vor allem die wichtige Verbindung zur A2 und nach Dortmund erleichtern. Im Bau wird die Stelle aber erstmal zum Engpass - genau so wie die Gahmener Kanalbrücke.

Lünen

, 11.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Knapp 10.000 Lüner pendeln beruflich nach Dortmund, ungefähr 4500 in die andere Richtung. Dazu kommen all die, die zwar nicht beruflich nach Dortmund müssen, aber aus anderen Gründen dort hin wollen.

Auch wenn davon einige mit der Bahn fahren - der Großteil nutzt weiter die Straßen. Sie alle haben bald ein Problem. Denn zwei Hauptverbindungen werden dann deutlich stärker belastet.

Zuerst zur Brücke Gahmener Straße. Die ist marode und muss außerdem sowieso neu gemacht werden. Denn der Datteln-Hamm-Kanal soll verbreitert werden. Und bevor das geschehen kann, müssen alle Brücken erneuert und ebenfalls verbreitert werden.

Brücken-Arbeiten dauern rund zwei Jahre

Laut Werner von Hagel aus der Abteilung Brückenbau des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSV) in Datteln sollen die Arbeiten rund um den Jahreswechsel 2019/2020 beginnen und voraussichtlich gute zwei Jahre lang andauern.

Die neue Brücke entsteht neben der aktuellen.

Die jetzige, marode Brücke, bleibt in der Zeit im Status Quo erhalten. Also einspurig mit Ampel-Regelung. Die Brücke ist außerdem für Lkw gesperrt, weil Schäden an den Spannseilen vermutet werden und die Belastung reduziert werden muss.

Nur: Ab voraussichtlich viertem Quartal wird die Belastung dieser Brücke noch einmal deutlich steigen. Denn dann beginnen die Arbeiten an der zweiten Hauptverbindung nach Dortmund, an der B54. Die soll verbreitert werden, wird dafür aber erst einmal von drei auf zwei Spuren verkleinert. Das ganze dauert dann voraussichtlich rund zwei Jahre.

Heißt für alle, die nach Dortmund und zurück pendeln: Zwischen Herbst 2020 und Anfang 2022 wird es noch enger auf den Straßen als es ohnehin schon ist.

Diese Problematik ist der Stadt durchaus bewusst - viel ändern könne die Stadtverwaltung aber auch nicht, sagt Sprecher Benedikt Spangardt. „Wir sitzen da zwischen den Stühlen“, meint er, schließlich handele es sich an beiden Stellen nicht um Baustellen der Stadt Lünen.

„Beide Arbeiten sind aber wichtig“, sagt Spangardt, „und wir sind außerdem froh, dass unser Wunsch bei Straßen NRW gehört wird.“ Die Stadt hatte beantragt, dass an der B54 zumindest eine Spur in jede Fahrtrichtung jederzeit befahrbar bleibt.

Ob am Ende mehr Lüner auf die Bahn umsteigen? Die Zuverlässigkeit der Züge schwankt auch extrem, Besserung ist nicht in Sicht. Gut möglich eher, dass die Belastung der kleineren Routen nach Dortmund noch steigen wird.

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