Ausschuss: Drei Töpfe für Scholl-Schule anzapfen

LÜNEN Drei Fördertöpfe will die Stadt „anzapfen“, um Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln für die Sanierung der Geschwister-Scholl-Gesamtschule zu mobilisieren.

von Von Peter Fiedler

, 07.07.2008, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ausschuss: Drei Töpfe für Scholl-Schule anzapfen

Das kündigte Frank Kühn, kaufmännischer Leiter der Zentralen Gebäudebewirtschaftung (ZGL), am Montag vor dem Betriebsausschuss an. Die gesamte acht Millionen Euro teure Maßnahme habe man zur Förderung aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz des Bundes angemeldet, sagte Kühn. Die Förderquote betrage 50 Prozent.

Für das Programm des Landes zur energetischen Modernisierung von Schulen und Kindergarten wird der komplexe Förderantrag laut Kühn mit externer Unterstützung gerade vorbereitet, voraussichtlich Mitte August solle er gestellt werden. 66 Prozent der förderfähigen Kosten könnten an die Stadt fließen, „wenn mit Energieeinsparmaßnahmen Neubaustandard erreicht wird“, so Kühn. Allerdings würden wohl für denkmalgeschützte Gebäude wie die Scholl-Schule Sonderregelungen gelten.

Stadt ist auf Zuschüsse angewiesen

Schließlich werde geprüft, ob ein Antrag auf Mittel aus der so genannten „Ziel 2-Förderung“ Sinn mache. „Wir sind dran, sehr aktuell dran“, betonte Kühn. Denn die Stadt ist dringend auf Zuschüsse angewiesen, damit die Finanzierung steht. Wie berichtet, hat die Wüstenrot-Stiftung zwei Millionen zugesagt, damit das Gebäude des berühmten Architekten Hans Scharoun saniert werden kann. Vier Millionen will die Stadt stemmen, zwei Millionen sind bisher nicht sicher hinterlegt. Über Fördermittel könnten sie aufgebracht werden. Sicher ist bislang nichts. „Wir sind im Bereich der Hoffnung“, stellte Ausschuss-Vorsitzender Wilfried Weineck (Foto oben) fest.

Auf dem Weg aus dem Bereich Hoffnung heraus Richtung Realisierung befindet sich der Umbau des Jugendzentrums Lükaz. Allerdings hatte ZGL-Werkleiter Dieter Kasprowiak (Foto unten) eine „bittere Pille“ dabei. Wenn das Maßnahmenpaket voraussichtlich im Herbst beginnt, „müssen wir das Lükaz wahrscheinlich für einige Zeit schließen“. ZGL wolle darüber mit den Nutzern vom Fachbereich Jugend sprechen. Sollten die nicht mit einer vorübergehenden Schließung einverstanden sein, würden die Bauarbeiten länger dauern.

Neues Raumkonzept für das Lükaz

Im Lükaz, dessen Gebäudekomplex auch von der Musikschule genutzt wird, geht es u.a. um die Umsetzung eines neuen Raumkonzepts, um Brandschutz und Klimatisierung für den großen Saal und Maßnahmen zur Energieeinsparung.

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