Auch im Audi A8 von Michael P. ist eine Abschaltvorrichtung eingebaut worden, die bei der Abgasuntersuchung falsche Werte produziert. Der Lüner hat nun vor Gericht Schadenersatz gegen die Audi AG erstritten. © Privat
Landgericht Dortmund

Audi verzichtet auf Berufung: Dieselklage endet für Lüner erfolgreich

Zur Not wäre er bis vor ein Bundes- oder ein europäisches Gericht gegangen - doch bereits ein Urteil des Landgerichts Dortmund reicht nun aus, dass ein Lüner Schadenersatz von Audi bekommt.

Im Jahr 2016 hatte sich Michael P. aus Lünen einen Audi A8 gekauft – in der Annahme, dass es sich dabei um ein „sauberes“ Auto handelt. Doch irgendwann erreichte den Lüner dann doch das Schreiben, dass er sich doch bitte ein Softwareupdate aufspielen lassen soll. Michael P. ignorierte die Schreiben, bis das Kraftfahrtbundesamt ihm schließlich mitteilte, dass sein Fahrzeug stillgelegt würde, wenn er kein Update aufspielen lässt.

Urteil ist rechtskräftig

Doch der 52-Jährige hatte zu viel Schlechtes gehört – von höherem Verbrauch, geringerer Leistung und schnellerem Verschleiß. Er entschied sich zu einer Klage gegen Audi mit dem Ziel, dass der Konzern das Auto zurücknimmt und ihm den Kaufpreis abzüglich des Nutzungswertes erstattet. Genauso stand es dann auch im Urteil des Dortmunder Landgerichts.

Mittlerweile steht auch fest, dass dieses Urteil rechtskräftig ist und Michael P. sein Geld zurückbekommt. „Die Audi AG hat keine Berufung eingelegt“, teilte die Kanzlei Gesterkamp PartGmbB unserer Redaktion mit. Das Urteil selbst hatten die Anwälte als „Meilenstein“ bezeichnet, da für das Gericht offenbar feststeht, dass in dem Auto eine illegale Abschaltvorrichtung eingebaut worden ist. Dies hatte Audi bisher stets bestritten. Der Richter habe erwogen, den Fall zur Ermittlung an die Staatsanwaltschaft zu geben.

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Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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