Gleichstellungsbeauftragte

Appell an die Ratsfraktionen: Mehr Frauen in die Gremien wählen

Frauen sollen laut Gesetz in wesentlichen Gremien mindestens 40 Prozent der Mitglieder ausmachen. Darauf weist vor der Ratssitzung am 26.11. die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt hin.
Heike Tatsch ist Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lünen. © Stadt Lünen

Bei der Ratssitzung am Donnerstag (26.11.) stehen unter anderem die Besetzung der Ausschüsse sowie der Gremien wie beispielsweise Gesellschafterversammlungen, Aufsichtsräte oder Beiräte auf der Tagesordnung. Anlass für Heike Tatsch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lünen, auf das Landesgleichstellungsgesetz NRW hinzuweisen. Dem Gesetz nach müssen Frauen in wesentlichen Gremien mindestens 40 Prozent der Mitglieder ausmachen.

„Noch immer sind Frauen in vielen Gremien mit hoher Bedeutung unterrepräsentiert,“ erklärt Heike Tatsch. Die im Gesetz geforderte Quote solle demnach dazu beitragen, Sichtweisen und Interessen von Frauen in die Entscheidungen der Gremien einfließen zu lassen.

„Auch wenn die Wahl solcher Gremien als solche von der Quotierung ausgenommen ist, so gilt die 40-Prozent-Regel dennoch für die Vorschlagslisten und Kandidaturen“, sagt die Lüner Gleichstellungsbeauftragte. Bei der rechtskonformen Anwendung dieser Vorschrift gebe es zwar noch Auslegungsprobleme und nach wie vor fehlten gerichtliche Entscheidungen sowie einschlägige Erfahrungen. Dennoch sei ihr Appell an die Fraktionen, so Tatsch, eine geschlechterparitätische Gremienbesetzung anzustreben. Die Bedarfe, Anliegen und Lebensmuster von Frauen sollen so im Hinblick auf ausgewogene Entscheidungen verstärkt berücksichtigt und auch durchgesetzt werden.

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