Anzeigen, Kontrollen, Festnahmen: Das hat die Ordnungspartnerschaft bisher geleistet

dzOrdnungspartnerschaft

Es war im Mai 2018, da machte sich die Ordnungspartnerschaft von Polizei und Stadt erstmals auf den Weg. In dieser Zeit hatten die Doppelstreifen alle Hände voll zu tun.

Lünen

, 06.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Es war Anfang Mai dieses Jahres, da zogen Polizeipräsident Gregor Lange und Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns am Rande der 2. Lüner Sicherheitskonferenz eine positive Bilanz der am 1. Mai 2018 an den Start gegangenen Ordnungspartnerschaft von Polizei und Stadt.

Wie Lange damals sagte, hätten die Doppelstreifen in den vergangenen 12 Monaten u.a. 85 Straf- und 251 Ordnungswidrigkeits-Anzeigen geschrieben.

Eine positive Bilanz der Ordnungspartnerschaft zog die Verwaltung auch im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung. Wobei die von ihr genannten Zahlen geringfügig von denen des Polizeipräsidenten abwichen.

Zahlen und Fakten

So haben die Doppelstreifen laut Ordnungsamt 64 Strafanzeigen (Lange: 85) und 202 Ordnungswidrigkeitsanzeigen (Lange: 251) geschrieben. Doch damit nicht genug. Die Bilanz der Verwaltung lieferte noch mehr Zahlen:

  • Bürgergespräche: 1.648
  • Personenkontrollen: 828
  • Kontrollen Fahrradfahrer: 1.519
  • Geahndete Parkverstöße: 978
  • Strafanzeigen: 64
  • Ordnungswidrigkeitenanzeigen: 202
  • Verwarnungen mündlich oder mit Verwarngeld: 236
  • Festnahmen: 38

Vor diesem Hintergrund, hieß es im Ausschuss, bewerte die Verwaltung die Einführung der Partnerschaft als sehr positiv. Viel wichtiger, als es die reinen Zahlen ausdrückten, sei jedoch der Umstand, dass die für die öffentliche Sicherheit der Bürger verantwortliche Behörde mit den Ordnungspartnerschaften ein zusätzliches Instrument in der Hand habe, das vorhandene Sicherheitssystem weiter auszubauen und zu optimieren.

Für diese Aussage gab es von der SPD viel Zustimmung. Die Sozialdemokraten können sich nämlich auch vorstellen, wie sie es auch in einem Antrag für die Sitzung formuliert hatten, dass „über die Einbeziehung weiterer Ordnungspartner das Netzwerk derjenigen, die sich wie auch immer in Lünen für

Sicherheit und Ordnung engagieren, die Wirksamkeit der Maßnahmen noch weiter gesteigert werden kann“.

Sicherheits-Netzwerk

Zu dem Netzwerk könnten laut SPD-Ratsherr Uwe Walter die Wohnungsbau-Genossenschaft Lünen (WBG Lünen) oder aber die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) gehören. Grundsätzlich, sagte Walter, stelle sich die Frage, ob die Kommune sich künftig auf dem Gebiet der öffentlichen Ordnung noch intensiver engagieren müsse.

Dieses Ziel verfolge die Verwaltung, sagte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns. Er sagte aber auch, dass es wegen der Haushaltlage zurzeit so gut wie unmöglich ist, etwa die Ordnungspartnerschaft personell aufzustocken.

Da in der Sache grundsätzlich Einigkeit zwischen Bürgermeister und SPD herrschte, zogen die Genossen ihren Antrag zurück.

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