Antonia Edlich erlebte als junge Frau bewegte Zeiten in Omis Schnapshaus

Erinnerungen an Omis Schnapshaus

Die Nachricht, dass „Omi´s Schnapshaus“ abgerissen wird, erschütterte alteingesessene Lüner. Antonia Edlich hat in ihren Erinnerungen gekramt und ein Foto aus ihrer Jugend zu Tage gefördert.

Lünen

, 20.07.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
In den 50er-Jahren kam Antonia Edlich häufig mit ihren Eltern zum Tanzen in „Omi’s Schnapshaus“. Einmal gewann sie sogar bei einer Karnevalsfeier einen Preis für das beste Kostüm.

In den 50er-Jahren kam Antonia Edlich häufig mit ihren Eltern zum Tanzen in „Omi’s Schnapshaus“. Einmal gewann sie sogar bei einer Karnevalsfeier einen Preis für das beste Kostüm. © Kristina Gerstenmaier

Als sie die Nachricht vom Abriss des Schnapshauses las, war auch sie erschüttert. Denn auch ihre Jugend und das junge Erwachsensein war geprägt von Besuchen im „Omi´s Schnapshaus“ an der Gartenstraße. Bis heute sind die Erinnerungen der 88-Jährigen sehr lebendig.

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Als sie die Mitteilung und den Aufruf nach Erinnerungen las, habe es sie wie der Blitz getroffen. Sie kramte in ihren Erinnerungskisten: „In den 1950er-Jahren ging ich häufig mit meinen Eltern zum Tanzen ins Schnapshaus“, erzählt sie. „An den Wochenenden war es immer brechend voll. Da tummelten sich Jung und Alt und es wurde von einer Vier-Mann-Kapelle Tanzmusik gespielt.“

Erster Preis als Herz-Dame

Auf dem Foto, das sie sich über all die Jahre aufbewahrt hat, sei sie gerade 18 Jahre alt, bereits verheiratet und auch schon zum ersten Mal Mutter gewesen.

So seien die Wochenenden im Schnapshaus - das Kind gut durch die Schwiegereltern behütet - eine wunderbare Abwechslung gewesen. „Das Kleid habe ich damals selbst genäht“, erinnert sich die gebürtige Niederländerin, die als Jugendliche nach Lünen kam. „Die Nonnen auf der Borker Straße haben mir das Nähen beigebracht. Und dann habe ich als Herz-Dame bei der Karnevalsparty im Schnapshaus damit tatsächlich den ersten Platz belegt.“

Entstanden sein muss das Foto „1950 oder 1951“, so die alte Dame.

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