Altenzentrum soll Erfahrungen weitergeben

NORDLÜNEN „Das Haus macht einen sehr liebevollen, gepflegten Eindruck“ – CDU-Bundestagsabgeordneter Laurenz Meyer war sichtlich angetan vom Caritas-Altenzentrum St. Norbert.

von Beate Rottgardt

, 03.07.2008, 14:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
CDU-Bundestagsabgeordneter Laurenz Meyer (2.v.r.) war zu Gast im Caritas-Altenzentrum St. Norbert. Leiterin Ute Holtermann, Caritas-Geschäftsführer Jörg Klärner (l.) und Caritas-Vorstandsvorsitzender Dieter Weidemann begrüßten ihn.

CDU-Bundestagsabgeordneter Laurenz Meyer (2.v.r.) war zu Gast im Caritas-Altenzentrum St. Norbert. Leiterin Ute Holtermann, Caritas-Geschäftsführer Jörg Klärner (l.) und Caritas-Vorstandsvorsitzender Dieter Weidemann begrüßten ihn.

Am Mittwochabend besuchte er die Einrichtung, ließ sich von Leiterin Ute Holtermann durchs Haus führen und diskutierte anschließend mit ihr, Caritas-Geschäftsführer Jörg Klärner und Caritas-Vorstandsvorsitzender Dieter Weidemann die möglichen Folgen der Pflegeversicherungsreform.

Demenzkranke

„Sie sollten uns in einem halben Jahr sagen, was die Reform gebracht hat“, forderte Meyer die Caritas-Fachleute vor Ort auf. Ein Thema wäre die finanziellen Leistungen für die Betreuung Demenzkranker. Ute Holtermann: „Die Zahl der dementiell erkrankten Bewohner steigt und hier auch der Aufwand der Betreuung, weniger der Pflege. Wir brauchen personelle Ressourcen, um das zu leisten.“ Hier müsse man abwarten, so Meyer, ob die geringfügige Erhöhung der Pflegeversicherungsrate ausreichend sei, um die Betreuung zu finanzieren. Erstaunt zeigte sich Meyer über die Tatsache, dass im Altenzentrum selbst gekocht wird und sich beispielsweise die Bewohner an ihrem Geburtstag ein spezielles Lieblings-Gericht wünschen dürfen. „Das ist für uns auch ein Qualitätsmerkmal und in diesem Bereich können die Bewohner auch selbst mitbestimmen, das ist ein Stück Selbstständigkeit für sie“, erklärte Ute Holtermann. Begeistert war der Bundestagsabgeordnete über die gute Zusammenarbeit zwischen Altenzentrum und der benachbarten Kindertageseinrichtung St. Norbert. Diese Generationen-übergreifende Kooperation läuft seit 1999 erfolgreich. Täglich kommen Kinder zum gemeinsamen Mittagessen ins Haus, bei runden Geburtstagen der Bewohner bringen die Kita-Kinder ein Ständchen und auch die Bewohner besuchen die Kindertageseinrichtung zu verschiedenen Anlässen.

Neues System

Das neue Pflegeversicherungssystem, wonach gute Pflege finanziell belohnt wird und nicht – wie vor dem 1. Juli – durch Herabstufung in eine niedrigere Pflegestufe bestraft wird, hob Meyer hervor. „Das war sicher ein Schritt nach vorne. Im alten System musste man bei guter Pflege sogar Personal abbauen, weil man zurückgesetzt wurde“, so Klärner. Auch die neu gestalteten Bäder und Wohnbereiche nahm Meyer in Augenschein, bevor er sich durch einen kurzen Film über die Angebote in St. Norbert und im Kurzzeitpflegeheim St. Elisabeth informierte.  

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