Am Freiherr-von-Stein-Gymnasium in Lünen haben sich am Freitag 319 Schüler erstmals selbst auf das Coronavirus getestet. © Daniel Claeßen
Coronatests an Schulen

319 FSGler beim ersten Selbsttest: Erleichterung nach Testergebnissen

Mehr als 300 Schüler am FSG haben sich am Freitag erstmals selbst auf Corona getestet. Am Ende überwiegt Erleichterung. Schulleiter Kröger lobt Lehrer und Schüler für den Kraftakt bei der Premiere.

Selbsttests an Schulen sollen bei der Eindämmung der Pandemie bald zum regelmäßigen Standard gehören. Nach intensiver Vorbereitung ging es Freitagvormittag (19.3.) am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Lünen in die erste Testrunde.

850 Testkits vom Land waren dazu am Mittwoch geliefert worden. 319 Schüler aus den Sekundarstufen I und II testeten sich laut Schulleiter Heinrich Kröger am Freitag selbst. Für 34 Schüler lag laut Kröger eine Widerspruchserklärung der Eltern vor. Der Test ist freiwillig. „Die Kinder waren sehr angespannt beim ersten Mal“, sagt Kröger im Anschluss im Gespräch mit unserer Redaktion. Viele hätten sich aber auch schon vorab über das vom Hersteller Roche bereitgestellte Erklärvideo informiert.

Ein Verdachtsfall unter allen Getesteten

Überwiegend Erleichterung gab es am Ende bei den Ergebnissen. Laut Kröger hat es am Freitag „nur“ einen einzigen Verdachtsfall, also ein positives Testergebnis, unter allen Schülern gegeben. Im Vorlauf zu den Tests gab es auch Sorge, dass eine Vielzahl der Tests positiv ausfallen könnte. Die Selbsttests sind ungenauer als ein PCR-Test, werden außerdem anders als Schnelltests nicht von Fachpersonal durchgeführt.

„Wir haben den Schülern vorher auch noch einmal erklärt, dass ein positiver Selbsttest zunächst nur ein Verdacht ist, der noch bestätigt werden muss“, so Kröger weiter. Mit Blick auf den kompletten Ablauf habe es sich sehr bewährt, dass das FSG sich für den ersten Testtag die ersten beiden Unterrichtsstunden freigehalten und zusätzliche Lehrer für alle Klassen einplant habe.

Verwerfungen im Stundenplan für Momentaufnahme

Die gesamte Aktion habe natürlich trotzdem für einige „Verwerfungen im Stundenplan“ gesorgt. „Die Kollegen sind auch nicht dafür ausgebildet“, kritisiert Krüger am Freitag erneut, „trotzdem hat das Kollegium es gut gewuppt.“

Kröger hoffe, dass Ängste vor den Tests jetzt kleiner werden. „Wir wollen ja hier auch unseren Beitrag leisten.“ Dass es nur einen Verdachtsfall unter 319 Tests gebe, zeige ihm auch, dass die Schüler sich an die Regeln halten. „Es ist natürlich trotzdem nur eine Momentaufnahme. Vor allem wissen wir jetzt, wie das Ganze abläuft.“

Schüler und Lehrer, besonders die Klasse, in der der Verdachtsfall aufgetreten sei, hätten sich außerdem sehr diszipliniert verhalten. „Da gab es keine Unruhe“, so Kröger weiter. Die Eltern, auch die der direkten Sitznachbarn, seien direkt im Anschluss informiert, alle Schüler erneut an die Einhaltung der Regeln erinnert worden.

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Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
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Matthias Stachelhaus

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