23 kleine grüne Oasen

LÜNEN Der Kleingartenverein Buchenberg feiert am 23. August sein 50-jähriges Bestehen mit einem großen Sommerfest. Auf dem jetzigen Vereinsgelände an der B 54 haben Lüner Bürger aber schon mehr als zehn Jahre früher Gemüse angebaut.

von Von Dieter Hirsch

, 21.07.2008, 17:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dieses Bild entstand 1988 und zeigt die üppige Pracht eines Kleingartens.

Dieses Bild entstand 1988 und zeigt die üppige Pracht eines Kleingartens.

Schon 1945 wurden die Bauern aufgerufen, Grabeland an die hungernde Bevölkerung abzugeben. So entstanden viele Kleingartenanlagen wie die am Buchenberg. Zwischen 1946 und 1948 wurden die Gärten parzelliert.

Geburtsstunde

Zum Verein wurden die Buchenberger aber erst zehn Jahre später. Am 28. März 1958 haben sich im Lokal "Heinich" die Kleingärtner aus der Geist von den Buchenbergern getrennt, ist in den Unterlagen nachzulesen. Das war zugleich die Geburtsstunde des Kleingartenvereins Buchenberg. Zu den ersten namentlich bekannten Kleingärtnern gehörten die Familien Scheerer und Grunert.

Zum ersten Vorsitzenden wurde Franz Begett gewählt. In den ersten Jahrzehnten wurde die Gärten als reines Grabeland für den Gemüseanbau genutzt. "Haben sie mal selbst angebaute Gurken probiert", fragt Hans Gurschinki, der 2003 zum Vorsitzenden gewählt und gerade für weitere vier Jahre im Amt bestätigt wurde. "Zu den Gekauften ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht," schwärmt der 68-Jährige.

Natürlich wird auch heute noch Obst und Gemüse in 23 Gärten am Buchenberg angebaut. Aber in den letzten 20 Jahren hat sich das Gesicht der Anlage schon deutlich verändert. Aus dem Grabeland sind Ziergärten geworden, in denen sich das Gemüse den Platz mit Blumen und Rasenflächen teilt. Der Garten ist für die 50 Vereinsmitglieder zum idyllischen Rückzugsgebiet geworden.Zukunft noch nicht sicher

Das soll auch noch ganz lange so bleiben. Deshalb möchten die Kleingärtner, dass die Stadt Lünen das Gelände kauft und somit die Zukunft der Anlage an dieser Stelle gesichert wird.

Ein bisschen befürchten die Buchenberger, dass der jetzige Eigentümer, die Gesellschaft für Vermögensverwaltung AG, das Gelände mal verkaufen wird, die Anlage dann Geschichte ist und den Kleingärtnern ein anderes Gelände angeboten wird. "Aber wir wollen hier nicht weg."

Im Zuge des vierspurigen Ausbaus der B 54 wird die Anlage vier Gärten und einen Teil der Streuobstwiese verlieren. "Wir machen aber auch mit 19 Gärten weiter." Der Parkplatz muss ebenfalls verlegt werden. Aber bis dahin werden noch zwei Jahre ins Land gehen. Das 50-Jährige kann also unbeschwert gefeiert werden. Das Fest am 23. August beginnt um 15 Uhr mit einer Kaffeetafel. Hans Gurschinski eröffnet die Feier offiziell um 17 Uhr. Ab 18 Uhr gibt es Live-Musik und die Tanzfläche wird frei gegeben.

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