100 Klinik-Mitarbeiter protestieren in Düsseldorf

Demonstration

Wenn am heutigen Mittwoch in Düsseldorf gegen den "Jobkiller Gesundheitspolitik" protestiert wird, dann sind auch viele Lüner mit dabei. Auch die Geschäftsführung des Klinikums steht hinter den Forderungen der Demonstranten.

LÜNEN

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 25.04.2012, 13:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
An die 100 Beschäftigte des St.-Marien-Hospitals, der Klinik am Park und des St. Christophorus-Krankenhauses Werne starteten in zwei Bussen zur Groß-Demonstration nach Düsseldorf.

An die 100 Beschäftigte des St.-Marien-Hospitals, der Klinik am Park und des St. Christophorus-Krankenhauses Werne starteten in zwei Bussen zur Groß-Demonstration nach Düsseldorf.

Gegen den „Jobkiller Gesundheitspolitik“ demonstrieren am Mittwoch an die 100 Beschäftigte des Klinikums Lünen St.-Marien-Hospital, der Klinik am Park Brambauer sowie des St. Christophorus-Krankenhauses Werne.

Sie starteten mit Protestplakaten und Transparenten in zwei Bussen aus Lünen, um an der Großveranstaltung in Düsseldorf teilzunehmen. Der Werner Pflegedirektor Ludger Risse, zugleich Vorsitzender des Pflegerates NRW, gehört zu den Rednern. Wäre am Mittwoch nicht Aufsichtsratssitzung im Klinikum Lünen, auch die Geschäftsführung hätte sich unter die Demonstranten gemischt.  

Denn der Unmut ist groß. Die Krankenhäuser fordern von der Politik eine verlässliche Finanzierung. Durch die Tariferhöhung für die Mitarbeiter, die am Klinikum Lünen zusammen mit Werne drei Millionen Euro betragen, sind 1,7 Millionen Euro nicht refinanziert. Das entspricht 35 Vollzeitstellen.  

Geschäftsführer Axel Weinand, der durchaus eine vernünftige Entlohnung der Beschäftigten unterstützt, sagt dazu: „Wir werden keine Mitarbeiter entlassen, aber auch nicht ausschließen, frei werdende Stellen durch Fluktuation nicht nachbesetzen zu können. Das bedeutet eine weitere Leistungsverdichtung. Jetzt ist die Politik gefordert, zumal die Krankenkassen Überschüsse haben."

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