Einrichtungsleiter Matthias Zilkowski (l.), Waltraud-Elisabeth Lüdeking und Dr. Jürgen Lubienski freuen sich über den gelungenen Impfstart in Brambauer. Die 93-Jährige war im Dezember die erst Lünerin, die geimpft wurde. © AWO
Coronavirus

Zweite Impfung im AWO-Seniorenheim Achenbach: „Gefühl des Aufschwungs“

Im Seniorenzentrum Achenbach in Brambauer hat es die zweite Corona-Impfung gegeben. Hier war Ende Dezember die Impf-Premiere von Lünen. Waltraud Lüdeking (93) ist die erste Lüner Geimpfte.

Nach der Zulassung des Impfstoffs im Dezember waren Bewohner und Mitarbeiter des Seniorenzentrums Minister Achenbach die ersten Menschen in Lünen, die geimpft wurden. Nach den Erstimpfungen am 27. Dezember und 6. Januar, war das mobile Impfteam um Dr. Jürgen Lubienski drei Wochen (22. und 27. Januar) später noch zwei Mal vor Ort für die notwendigen Folgeimpfungen.

Die erste Geimpfte in der Einrichtung und damit auch die erste Geimpfte in Lünen ist Waltraud-Elisabeth Lüdeking. „Wir haben am Anfang alle ein bisschen überlegt“, erzählt die 93-Jährige im Gespräch mit der Redaktion, „aber ich war mir relativ schnell sicher, dass ich mich impfen lassen will.“

Schmerzen habe sie, allerdings bedingt durch ihr Alter. „Mit der Impfung hat das nichts zu tun. Die habe ich gut vertragen, genau wie früher die Grippeimpfungen“, so das Fazit der Seniorin, die seit etwa 30 Jahren in Brambauer lebt.

Wenige Nebenwirkungen und hohe Impfquote

Nebenwirkungen nach der Impfung wurden auch bei allen anderen Bewohnern und dem Personal in der Einrichtung kaum festgestellt. Die Impfquote liege weit über dem Bundesdurchschnitt, heißt es von der Pressestelle der AWO Westliches Westfalen, dem Träger der Einrichtung. Genaue Werte wolle man nicht veröffentlichen. Auch um keinen Druck auszuüben. Die Impfung ist eine freiwillige Entscheidung jedes Einzelnen.

Und auch wenn die Pandemie noch lange nicht durchgestanden ist, so waren die Impfungen doch auch ein Zeichen der Hoffnung in dem Seniorenheim mit rund 120 Bewohnern.

„Bei uns ging das Ganze fast nahtlos ineinander über“, sagt Einrichtungsleiter Matthias Zilkowski, der selbst ebenfalls seine beiden Impfungen hinter sich hat.

Die letzten Quarantänen aufgrund von Infektionen liefen kurz vor den ersten Impfungen aus.

Hygienevorschriften und Maskenpflicht bleiben

Bei der Impfung selbst hätten die Bewohner, wenn auch mit Mund-Nase-Maske und unter Hygienevorschriften, erstmalig wieder zusammen sein können. „Da gab es schon auch ein Gefühl des Aufschwungs.“

Einen besonderen Dank richtet Zilkowski an Dr. Lubienski und sein Team. „Ohne sein Engagement hätten wir das so gar nicht geschafft“, sagt der Einrichtungsleiter im Rückblick auf die vergangenen Wochen.

Von Normalität kann allerdings weiterhin auch im Seniorenheim Minister Achenbach nicht die Rede sein. Hygienevorschriften und Maskenpflicht gelten weiterhin. Sehr präsent seien auch die regelmäßigen Schnelltests für Bewohner und Mitarbeiter. Das diene nicht nur der Sicherheit der Einrichtung selbst, sondern „auch um die externen Besucher nicht zu gefährden“, so Zilkowsky.

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Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
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Matthias Stachelhaus

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