Die Volksparkfreunde in Brambauer suchen dringend nach einer Lösung, um auf dem Gelände eine Abwasserleitung zu bekommen. © Fröhling (A)
Politik

Volkspark in Brambauer: Politik will Lösung für Abwasser und Gebäude

Die Volkspark-Initiative in Lünen-Brambauer soll auch in Zukunft unterstützt werden. Die Verwaltung soll jetzt Genehmigungen und Sanierung prüfen. Es geht um Gebäude und Abwasserleitungen.

Die Initiative um den Volkspark soll in Zukunft weitere Unterstützung erhalten. Denn bei den Volksparkfreunden, die sich seit 2018 ehrenamtlich um die Parkanlage in Brambauer kümmern, drückt der Schuh, wie deren Vorsitzender Andreas Dahlke bei einem Vor-Ort-Termin mit Vertretern aus der Politik und Verwaltung erläuterte.

Es fehlt eine Abwasserleitung. Die bräuchten die Volksparkfreunde allerdings. Nicht nur um den Fortbestand des Projekts zu sichern, sondern auch um es weiterentwickeln zu können.

Angedacht war hier, einen Anschluss an die Abwasserleitung vom Gebäude des Opel-Clubs zu legen, der Mitpächter des Grundstücks ist. Diese Leitung ist allerdings defekt, ein Anschluss an dieser Stelle also zur Zeit so nicht möglich.

Gemeinsamer Antrag von Ratsfraktionen

Um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, auch für die Fortführung des Projekts, stellen die Ratsfraktionen von GFL, SPD, CDU, den Grünen, FDP und die Linke deshalb einen gemeinsamen Antrag. Bereits vor Ort seien Vertreter aus Politik und Verwaltung übereingekommen, die Initiative weiter zu unterstützen.

Geprüft werden soll zum einen die Neugenehmigung und Sanierung des ehemaligen Betriebshofs. Eine Voraussetzung für die weitere Unterstützung des Projekts.

Beim Termin vor Ort Anfang Dezember 2020 besprachen die Volksparkfreunde zusammen mit Politik und Verwaltung, wie das Projekt weiterentwickelt werden kann. Eine fehlende Abwasserleitung und Sanierung der Gebäude auf dem Gelände sind für die Ehrenamtler aus Brambauer wichtig.
Beim Termin vor Ort Anfang Dezember 2020 besprachen die Volksparkfreunde zusammen mit Politik und Verwaltung, wie das Projekt weiterentwickelt werden kann. Eine fehlende Abwasserleitung und Sanierung der Gebäude auf dem Gelände sind für die Ehrenamtler aus Brambauer wichtig. © Volksparkfreunde © Volksparkfreunde

Gerüchten, es gebe eine Abrissverfügung der Stadt für die Gebäude, erteilte die Verwaltung im Übrigen eine klare Absage: „Es gibt keine Abrissverfügung. Die Stadtverwaltung hat eine solche auch nicht angekündigt“, erklärte Stadtsprecher Benedikt Spangardt Anfang Januar auf Anfrage unserer Redaktion.

Zum Antrag der Parteien gehört zum anderen auch eine Prüfung von Kosten und Möglichkeiten, die Toilettenanlage zu sanieren. Kindergärten oder Vereine, die den Volkspark nutzten und sich über Stunden auf dem Gelände aufhalten, müssten sowohl ein geeignetes Gebäude als auch eine Toilette vorfinden, heißt es dazu in der Begründung.

Vernünftige Lösung soll gefunden werden

Eine Anfrage zu möglichen Lösungen für die „Entwässerung des Volksparks Brambauer“ hatte derweil auch Klaus Lamczick (SPD) in der Sitzung des Verwaltungsrat der SAL Anfang Dezember gestellt.

„Es muss möglich sein, eine vernünftige Lösung für alle zu finden“, sagt Daniel Wolski (SPD), Ratsmitglied aus Brambauer. Der Antrag an die Verwaltung sei zusammen mit der GFL entwickelt worden. Man stehe mit Kunibert Kampmann in Kontakt. Um etwaige Kosten noch einmal abwägen zu können sei das Ganze „nur“ als Prüfauftrag an die Verwaltung formuliert, wie Wolski weiter erklärt.

Beraten und abgestimmt werden soll im kommenden Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag, 21. Januar. Nicht im Rat, wie eigentlich üblich, weil der aufgrund der aktuellen Coronabeschränkungen abgesagt werden musste.

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Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
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Matthias Stachelhaus

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