Drei Pfauen schauten am Montag (24.5.) im Garten von Irene Küking in Alstedde vorbei. © Küking
Alstedde

Überraschender Besuch: Drei Pfauen verirren sich in Lüner Wohngebiet

Als Irene Küking aus dem Fenster in den heimischen Garten in Alstedde schaute, traute sie ihren Augen kaum. Drei Pfauen saßen plötzlich auf ihrem Rasen - dann kam noch ein fremder Mann dazu.

Ihr Anblick erfreut jeden Gartenbesitzer: Amseln, Rotkehlchen, Meisen und Co. sind in Lüner Gärten keine Seltenheit. Aber was die Familie Küking vor Kurzem in ihrem Garten in Alstedde fand, „das hat man ja wirklich nicht alle Tage“, schwärmt Irene Küking. Drei prächtige Pfauen spazierten Ende Mai auf ihrer Wiese im Garten umher.

Drei Pfauen und ein fremder Mann im Garten

„Ich war geschockt, als ich aus dem Fenster sah“, erinnert sich Küking. Erst traute sie ihren Augen nicht. Von oben aus ihrem Fenster entdeckte die 56-Jährige die farbenprächtigen Tiere in ihrem heimischen Garten – zwei Weibchen und ein Männchen, mutmaßt sie im Nachhinein. Wenig später habe zusätzlich zum spontanen Vogel-Besuch aber auch noch ein fremder Mann im Garten gestanden. „Dann hab ich meinen Ehemann runtergeschickt“, sagt Küking.

Den Teich der Kükings schauten sich die Vögel mal genauer an - vom Plastikreiher (hinten rechts) ließen sie sich wohl nicht irrtieren.
Den Teich der Kükings schauten sich die Vögel mal genauer an – vom Plastikreiher (hinten rechts) ließen sie sich wohl nicht irrtieren. © Küking © Küking

Er habe gar nicht gewusst, dass sie so weit von Zuhause weggehen, habe der Mann ihnen gesagt – und sich wohl Tausendmal entschuldigt. Einfangen lassen, wollten sich die großen Vögel aber nicht. „Immer wieder hüpften sie davon. Mal auf den Zaun vom Nachbarn, später flogen sie sogar auf das Nachbarsdach und saßen dort etwa eine halbe Stunde“, berichtet Irene Küking.

Das Spektakel habe sie sich gern angesehen: „Das war schon toll. Ich hätte sie gerne einfach hier behalten.“ Nach einer Stunde seien alle wieder weg gewesen – die drei Pfauen und der Mann.

Polizeieinsatz – Anwohner beschweren sich über Pfauen

„Nicht alle haben sich über den Besuch der Pfauen gefreut“, sagt Elias Konze. Er war der besagte fremde Mann im Garten der Kükings. Die Polizei habe ihn darüber informiert, dass die Pfauen ins Wohngebiet ausgebüxt seien. Etliche Anwohner hätten sich über den Anblick der Tiere nicht gefreut, sondern aufgeregt, erzählt der 30-jährige Wanderschäfer. „Eigentlich sind sie immer in Richtung Lippe unterwegs. Spätestens wenn es dunkel wird, kommen sie wieder zurück zum Hof“, sagt er.

Vor zehn Jahren bekam er zwei Pfauen von einem Kollegen. Seitdem haben sie sich verdreifacht: Je drei Hähne und drei Hennen leben bei auf dem Schäferhof der Konzes. Warum ausgerechnet drei von ihnen rund 500 Meter Luftlinie ins Wohngebiet flogen, weiß Elias Konze nicht zu sagen.

„Eigentlich war mir klar, dass sie von allein zurück kommen. Aber wenn die Polizei anruft, muss ich ja reagieren“, sagt er. Garantieren könne er nicht, dass das nicht wieder passiert. Immerhin laufen die Tiere auf dem Hof frei. Deswegen wachse nun der Druck, dass Konze seine Pfauen abgeben muss: „Das wäre sehr sehr schade.“

Über die Autorin
Volontärin
Ist am Niederrhein geboren und aufgewachsen. Hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und lebt seitdem in ihrer Wahlheimat Bochum. Liebt das Ruhrgebiet und all seine spannenden Menschen und Geschichten.
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Irina Höfken

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