Coronavirus

Stadt Lünen macht Nägel mit Köpfen: Horstmarer See wird wieder eingezäunt

Ein Zaun im Seepark soll wieder den Badestrand absperren. Die Stadt Lünen will erreichen, dass weniger Besucher kommen. Auf die Wiese legen darf man sich, der Weg zum Café Seepark bleibt frei.
Mit einem Zaun ist der Zugang zum See abgesperrt. © Goldstein (A)

In Teilen der Politik war die Ankündigung der Stadt Lünen nicht gut angekommen, der Plan wird dennoch umgesetzt: Wie schon im vergangenen Jahr lässt die Stadtverwaltung die Badezone am Horstmarer See im Laufe der ersten Maiwoche bis auf Weiteres sperren. Dazu wird wieder ein Zaun gezogen.

Mit der Maßnahme wolle die Stadt Lünen den Besucherdruck im Seepark senken. Das erklärt die Pressestelle der Stadt am Montag (3.5.) in einer Mitteilung. Der Grund dafür seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Verwaltung habe seit Ausbruch der Pandemie viele zusätzliche Aufgaben übernehmen müssen, insbesondere im Zusammenhang mit der Kontrolle der Regeln. „Das lässt wenig Spielraum für die eigentlich notwendigen Kontrollen im und um den Seepark“, so Pressesprecher Benedikt Spangardt.

So hätten sich in den letzten Jahren beispielsweise immer wieder Anwohnerinnen und Anwohner über falsch geparkte Autos oder über Unrat im Park beschwert. „Dem kann die Stadt Lünen insbesondere an Tagen, an denen der Seepark stark frequentiert ist, nur mit hohem personellen Aufwand begegnen, was in diesem Jahr vor dem Hintergrund der Pandemie unmöglich ist“, teilt Spangardt mit.

Freier Eintritt lockt auswärtige Gäste

Für die Sperrung des Badebereichs habe sich die Stadt entschieden, weil das Baden im See bei freiem Eintritt einer der Faktoren sei, der insbesondere Besucherinnen und Besucher aus Nachbarstädten und der ganzen Region anziehe. Durch die Sperrung, so die Hoffnung der Stadt, werden Teile dieses Zustroms von außerhalb wegfallen. Angesichts der Alternative, den ganzen Park zu sperren, sei die Absperrung des Badebereichs in den Augen der Verwaltung das kleinere Übel.

Außerdem könne die Maßnahme schnell umgesetzt werden und bedürfe keiner besonderen Kontrolle – anders als beispielsweise ein Bade- oder Niederlassungsverbot, sagt Matthias Bork, Fachbereichsleiter Bürgerservice und Ordnung bei der Stadt Lünen. „Wir haben als Stadtverwaltung Verantwortung gegenüber den Besucherinnen und Besuchern des Parks und auch gegenüber den Anwohnerinnen und Anwohnern. Dieser Verantwortung werden wir hier gerecht“, so Bork am Montag.

Stadt behält sich weitere Maßnahmen vor

Weitere Maßnahmen behält sich die Stadt vor, falls das Absperren des Badebereichs nicht ausreicht. Ein Niederlassungsverbot, wie es im Sommer 2020 in Kraft war, ist derzeit nicht geplant.

Das neue Café Seepark ist geöffnet und bleibt weiter zugänglich. Die Verantwortlichen der Stadtverwaltung stehen mit den Betreibern in Kontakt.

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