Das alte Feuerwehrhaus von Niederaden ist in die Jahre gekommen und wird durch einen Neubau ersetzt. © Stephanie Tatenhorst
Feuerwehr Niederaden

Spatenstich für Feuerwehrhaus: Ortseingang Niederaden wird sich verändern

Bis die Feuerwehrleute von Niederaden in ihr neues Haus einziehen können, werden zwar noch einige Monate vergehen. Doch dann wird sich am Ortseingang von Niederaden einiges verändern.

Noch in diesem Quartal steht der erste Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus in Niederaden an. Dann beginnt für die ehrenamtlich tätigen Lebensretter die Phase des sichtbaren Fortschritts.

Das aktuelle Gebäude ist in die Jahre gekommen und für die Anforderungen, die mittlerweile an die Feuerwehrleute gestellt werden, zu klein und eng geworden. Der Neubau wird daher nicht nur den aktuell gültigen Normen und Vorschriften entsprechen, sondern auch etwas mehr Platz bieten, selbst wenn der Status Quo an Einsatzfahrzeugen unverändert bleibt, wie Stadt- und Feuerwehrsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage mitteilt. Weiterhin werden drei Feuerwehrfahrzeuge in Niederaden stehen, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF), ein Tanklöschfahrzeug (TLF) und ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF).

Der Ortseingang von Niederaden wird sich mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses verändern. Das entsteht im Rücken des jetzigen Gebäudes und wird zur Straße hin ausgerichtet sein.
Der Ortseingang von Niederaden wird sich mit dem Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses verändern. Das entsteht im Rücken des jetzigen Gebäudes und wird zur Straße hin ausgerichtet sein. © Stephanie Tatenhorst © Stephanie Tatenhorst

Gerätehaus mit Front nach Süden

Optisch wird sich am Ortseingang von Niederaden an der Stadtgrenze zu den Nachbarstädten jedoch einiges tun: „Der Neubau wird etwa 28 mal 20 Meter groß“, beschreibt Spangardt. Das Gebäude bekommt ein Erdgeschoss und ein Obergeschoss. „Das Gerätehaus wird mit der Front nach Süden, entlang der Niederadener Straße, errichtet.“ Damit entsteht das neue Feuerwehrgerätehaus im Rücken des jetzigen – und wird im Vergleich zum alten um ein Viertel in Richtung Hauptstraße gedreht.

So soll das neue Feuerwehrgerätehaus des Löschzugs Niederaden aussehen. © Stadt Lünen © Stadt Lünen

Den Neubau entwarf das Architekturbüro Winkler & Partner, das sich in einem Ausschreibungsverfahren durchgesetzt hatte. Das Büro entwarf auch die Pläne für die Feuerwehrhäuser in Wethmar und Brambauer, weshalb sich die Bauwerke ähneln werden. Auch wenn der Niederadener Neubau neu geplant wurde, bleiben die Grundzüge wie Gebäudekubatur und Fassadengestaltung gleich.

Weitere Häuser in Horstmar und Alstedde

Auch in Horstmar und Alstedde wird es in absehbarer Zeit neue Gerätehäuser geben. Doch weil dort auch gleichzeitig neue Rettungswachen entstehen, so erklärt Pressesprecher Spangardt, werden diese Bauwerke teurer als der Neubau in Niederaden, für den rund zwei Millionen Euro angesetzt sind.

Niederaden bleibt einsatzfähig

Bis das neue Haus in Niederaden fertig gestellt ist, bleiben die Fahrzeuge und Feuerwehrleute im Altgebäude. „Das jetzige Gerätehaus muss bis zur Fertigstellung des neuen Hauses in Betrieb bleiben, um die Einsatzfähigkeit des Löschzuges aufrechtzuerhalten“, erklärt Spangardt. Dann sind die Tage des gemütlich wirkenden Feuerwehrhauses aber gezählt. Nach Bezug der neuen Unterkunft wird das dann ehemalige Gerätehaus abgerissen. „Nach erfolgtem Abriss werden dann die Außenanlagen – gemeint sind die notwendigen Parkplätzen und die Grünflächen – vollendet und fertiggestellt“, erklärt Spangardt.


Steigerturm bleibt erhalten

Erhalten bleibt aber das besonders markante Bauwerk auf dem Gelände, der alte Steigerturm. „Er wird als Wahrzeichen an Ort und Stelle belassen und hat in der Planung besondere Aufmerksamkeit erhalten“, betont Spangardt. Denn der stählerne Turm, der einst als Steigerturm auf der Zeche Kurl stand, steht längst unter Denkmalschutz – als technisches Denkmal für die Geschichte des Feuerlöschwesens.

Heute hat sich der Stahlturm hinsichtlich seiner Funktion längst überholt, aber zu früheren Zeiten übten die Feuerwehrleute daran das Anleitern an höhere Gebäude oder den Sprung in ein Sprungtuch. Zudem nutzten sie das Gerüst zum Trocknen der Schläuche. All das ist längst Geschichte, nur der stählerne Turm, der hölzerne Vorgänger ersetzte, blieb. Stadtarchivar Fredy Niklowitz beschreibt ihn im Jahrbuch des Kreises Unna aus dem Jahr 2001 sogar als „einer Landmarke gleich“.

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