Obwohl das Restaurant Poseidon (Archivbild) im Lockdown geschlossen sein muss und nur Abholservice anbieten kann, wollen Vasileros Ntoufas und seine Frau Georgia investieren. © Magdalene Quiring-Lategahn (A)
Außengastronomie

Restaurant Poseidon: Wirt in Beckinghausen investiert trotz Corona-Krise

Über eine Million Euro hat Vasileros Ntoufas in sein griechisches Restaurant Poseidon investiert. Dann kam der Lockdown. Doch er bleibt zuversichtlich. Nach Ostern wird wieder gebaut.

Vasileros Ntoufas, den seine Stammgäste mit der deutschen Form seines Vornamens einfach „Willi“ nennen, will gewappnet sein. Sollte die Außengastronomie nach dem Lockdown öffnen dürfen, möchte er unter freiem Himmel vor seinem Restaurant Poseidon an der Kamener Straße 217 wieder Gäste begrüßen können. Damit sie nicht im Regen stehen, wird er trotz Corona-Krise erneut investieren. In eine Pergola aus Stahl, deren Dach bei Sonne automatisch öffnet und bei schlechtem Wetter schließt. So sollen 100 Plätze in seinem Biergartenbereich an frischer Luft möglich sein.

Der Wirt rüstet sich für die Zukunft. Dabei hat er erst über eine Million Euro in sein Restaurant in Beckinghausen investiert. Damals konnte er nicht ahnen, dass ein Virus seine Pläne durchkreuzt. Er baute einen Wintergarten mit über 100 Plätzen für größere Gesellschaften. Sechs Monate konnte er ihn nutzen, dann musste die Gastronomie schließen.

Abholservice und Stammkunden

Das Poseidon, benannt nach dem griechischen Gott des Meeres, kann sich über Wasser halten. Mit Abholservice in der Woche ab 16.30 bis 21 Uhr und am Wochenende auch mittags von 11.30 bis 14.30 Uhr zu den Abendöffnungszeiten. Viele Stammkunden aus Beckinghausen und Umgebung halten ihm die Treue. Doch Vasileros Ntoufas möchte gerne wieder Gastgeber sein, so wie früher. Das antike Ambiente seines Restaurants, kombiniert mit modernem Stil, ist bei den Gäste beliebt. Sie loben im Netz die Freundlichkeit und die großen Portionen.

Die gibt es immer noch, wenn auch nur zum Mitnehmen. Besonders beliebt ist der Schalke-Teller mit Gyros, Bifteki, Souvlaki, Zaziki, Pommes und Salat. Während Schalke in der Tabelle absteigt, steht der Schalke-Teller im Poseidon ganz oben. Der BVB-Teller, der ebenfalls auf der Speisekarte zu finden ist, sei nicht ganz so gefragt.

Zehn Tag Bauzeit

Die Baugenehmigung für die Pergola ist schon da. Nach Ostern soll gebaut werden. Zehn Tage, schätzt Ntoufas, dann stehen die vorgefertigten Elemente. Neue Tische und Stühle sind ebenfalls bestellt. Nochmals 40.000 Euro nimmt der Wirt in die Hand, der vor acht Jahren das Lokal in Beckinghausen übernahm. Er will sich nicht unterkriegen lassen, obwohl die Zeiten schwer sind. Von seinen 20 Mitarbeitern sind zurzeit 18 in Kurzarbeit. Sollte der Lockdown noch lange dauern, fürchtet er, dass sie sich andere Arbeit suchen werden. „Das ist ja für alle nicht einfach“.

Ntoufas selbst blickt nach vorn. Von der Politik wünscht er sich endlich eine Perspektive. „Damit wir planen können.“ Denn das möchte der Wirt des Poseidon, in dem die Götter der griechischen Mythologie die Atmosphäre prägen.

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Redaktion Lünen
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Magdalene Quiring-Lategahn

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