Die RAG hat die Industriebrache Kurl 3 in Niederaden direkt an der Autobahn 2 verkauft. © Günther Goldstein
Grundstücksverkauf

RAG verkauft Kurl 3 in Lünen: Neuer Eigentümer hat ganz konkrete Pläne

Die RAG Aktiengesellschaft hat das etwa zehn Hektar große ehemalige Zechengelände Kurl 3 in Niederaden verkauft. Käufer ist das Unternehmen Heimaterbe. Das hat ganz konkrete Pläne.

Eine Industriebrache ist das ehemalige Zechengelände Kurl 3 in Lünen-Niederaden. Die etwa zehn Hektar große Fläche ist jetzt von der RAG Aktiengesellschaft verkauft worden. Käufer ist das 2020 gründete Unternehmen Heimaterbe.

Das hat nicht nur das Lüner Areal, sondern zwei weitere in Herten und im westfälischen Ahlen gekauft. Insgesamt summieren sich die Flächen auf über 90 Hektar. Das teilt die Pressestelle der RAG Montan Immobilien GmbH mit, die den Verkauf begleitet hat. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Die RAG ist dabei, ihren großen Bestand an Immobilien zu verkleinern. Für beide Unternehmen sei der Flächenverkauf eine Win-Win-Situation, heißt es in der Mitteilung. Heimaterbe kauft bergbaulich genutzte Flächen, wertet sie nachhaltig auf und bietet sie anderen Firmen für den Ausgleich ihrer Öko-Bilanz an.

Die ehemalige Bergbaufläche Kur 3in Lünen-Niederaden ist verkauft worden. Das Unternehmen Heimaterbe will sie ökologisch aufwerten.
Die ehemalige Bergbaufläche Kur 3in Lünen-Niederaden ist verkauft worden. Das Unternehmen Heimaterbe will sie ökologisch aufwerten. © RAG Montan Immobilien © RAG Montan Immobilien

Beitrag zum Klimaschutz

Die Umweltkosten von Ressourcen-Verbrauch und Emissionen würden berechnet und einem zu gleichen volkswirtschaftlichen Bedingungen geschaffenen Umweltwert gegenübergestellt.

So könnten Umweltbelastungen durch Umweltinvestitionen ausgeglichen und ein gleichberechtigtes Miteinander von Ökonomie und Ökologie bei der Produktion und dem Konsum von Gütern erreicht werden, teilt die RAG mit. Für die RAG wiederum bedeute das: Sie kann überschüssige Flächen aufgeben, die ökologisch aufgewertet werden. „Damit leistet der Konzern auch einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz“, heißt es weiter.

Erster Kunde ist Drogeriemarkt dm

Heimaterde ist wie die 2019 mit Wissenschaftlern der TU Berlin gegründete greenzero.me GmbH aus dem Projekt Greenzero entstanden. Der Unternehmer Dirk Gratzel hatte es 2016 gestartet, um die ökologische Bilanz seines eigenen Lebens noch zu Lebzeiten vollständig auszugleichen.

Die drei Bergbaubrachen, die jetzt von der RAG gekauft wurden, sollen nun mit Unterstützung von Biologen, Forstingenieuren, Landschaftsplanern und Geologen sowie unter fachlicher Begleitung verschiedener Hochschulen ökologisch bestmöglich entwickelt werden. Erster Kunde und strategischer Partner des Unternehmens sei die Drogeriemarktkette dm. Mit weiteren Unternehmen stehe man vor dem Abschluss.

Heimaterbe ist eine private Gesellschaft, die nach gleichberechtigten ökologischen wie ökonomischen Prinzipien arbeitet. 80 Prozent ihres Ergebnisses werden immer wieder in den Flächenerwerb und die Flächenaufwertung investiert, heißt es in der Mitteilung.

In diesem Jahr soll das Unternehmen zur Aktiengesellschaft werden. Die Mehrheit der Aktien soll als Streubesitz an jene abgegeben werden, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen. Sie können so die eigene Öko-Bilanz

verbessern.

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Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
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Magdalene Quiring-Lategahn

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