Drogistin Vera Pieper kann auch während der Corona-Zeit den Verkauf fortsetzen. © Foto: Michael Blandowski
Corona-Krise

„Noch kann ich zufrieden sein“ – Geschäfte hoffen auf Verbesserung der Situation

Vera Pieper und Johannes Wollny haben als Drogeristin und Augenoptikermeister zwei Geschäfte, die auch während des Lockdowns öffnen dürfen. Einfach ist die Situation trotzdem nicht.

Umsatzeinbrüche ja, Existenzängste und Schließungen nein, zumindest vorerst. Vera Pieper von der Drogerie Vera Pieper und Johannes Wollny, langjähriger Augenoptikermeister profitieren von Ausnahmeregelungen in den erlassenen Corona-Regelungen.

„Eine Drogerie darf auch weiterhin öffnen“, erklärt Vera Pieper – die nicht mit der Kette Parfümerie Pieper zu verwechseln ist. „Nichtsdestotrotz müssen auch meine Kunden mit Einschränkungen leben. Die Mitnahme eines Einkaufskorbs, als Erkennungszeichen, da nur drei Kunden parallel einkaufen dürfen sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz sind unerlässlich“, so Vera Pieper.

Verkaufsfläche um ein Drittel verkleinert

Der schwerpunktmäßige Verkauf von Passbildern, Bewerbungsfotos, verschiedenen Ausdrucken oder Kopien auf der einen Seite der Geschäftsräume geht weiter. Gegenüberliegend an der Verkaufswand können Konsumenten weiterhin Parfüms oder Kosmetikartikel erstehen.

Drogistin Vera Pieper (l.) und Azubi Laura Bick hoffen auch in der Corona-Zeit auf die Unterstützung der Kunden und Kundinnen.
Drogistin Vera Pieper (l.) und Azubi Laura Bick hoffen auch in der Corona-Zeit auf die Unterstützung der Kunden und Kundinnen. © Foto: Michael Blandowski © Foto: Michael Blandowski

„Lediglich das persönliche Ausprobieren von Puder, Make-Up oder Parfüms ist derzeit verboten“, erklärt Vera Pieper die Konsequenzen für ihr Geschäft. „Außerdem musste ich die Gesamtverkaufsfläche um ein Drittel verkleinern. Ein rotes Bändchen als Absperrung signalisiert die Grenze und gibt den Kunden den Laufweg vor. Ebenso müssen sich meine Kunden an die Abstandsregeln halten“, so Vera Pieper.

Hoffnung auf Besserung der Situation

Gleichwohl kann sich die gelernte Drogistin auf eine bewährte Stammkundschaft verlassen. Das zurückliegende Vorweihnachtsgeschäft sei zufriedenstellend gewesen. Als Zeichens des Dankes und der Treue hat Vera Pieper ein selbst erstelltes „Dankeschön-Plakat“ mit Widmungen für die beispiellose Kundentreue ins Schaufenster gestellt.

„Eigentlich bin ich ein positiv denkender Mensch und hoffe auf eine baldige Verbesserung der wirtschaftlichen Gesamtsituation. Denn das Dorf Brambauer wirkt derzeit doch etwas verschlafen“, meint Vera Pieper. Außerdem denkt sie über eine Verbesserung ihrer Onlineplattform nach, um die Präsenz außerhalb der Kundenräume zu vergrößern.

Umsatzrückgang von etwa 40 Prozent

Bei „Augenoptik Wollny“, ein Brambauer Optikergeschäft, das seit dem 1. Januar 1981 gegenüber der katholische Kirche ansässig ist, lauten die Zauberworte „medizinische Grundversorgung“ und „Gesundheitshandwerker“. Weil das Geschäft so eingestuft ist, kann es weiter öffnen.

„Auch in meinen Geschäftsräumen müssen Kunden die vorgegebenen Maßnahmen selbstverständlich einhalten. Mund-Nasen-Schutz, Desinfektion der Hände im Eingangsbereich und ausreichend Sicherheitsabstand gehören dazu“, erläutert Geschäftsinhaber Johannes Wollny die Spielregeln während der derzeitigen Corona-Krise.

Rebecca Frank (l.) und Johannes Wollny können auch in der Corona-Zeit noch ihren Job als Augenoptikermeister nachgehen und Kundenwünsche für Sehüberprüfungen und neue Sehhilfen befriedigen.
Rebecca Frank (l.) und Johannes Wollny können auch in der Corona-Zeit noch ihren Job als Augenoptikermeister nachgehen und Kundenwünsche für Sehüberprüfungen und neue Sehhilfen befriedigen. © Foto: Michael Blandowski © Foto: Michael Blandowski

Schätzungsweise ein Umsatzrückgang von 40 Prozent während der seit März andauernden Corona-Krise muss der Unternehmer verkraften. „Noch kann ich mit dem Geschäft zufrieden sein. Was noch kommen kann, möchte ich mir gar nicht ausmalen. Aber bisher halten mir meine Stammkunden die Treue“, so das Fazit von Johannes Wollny.

Während der Corona-Zeit hat der Optiker andere Öffnungszeiten, sie lauten: Montag bis Freitag von 9 bis 16.30 Uhr. Am Samstag stehen Johannes Wollny und Rebecca Frank zwischen 9 und 13 Uhr hinter der Ladentheke.

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Redaktion Lünen
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