Ihre Verspätung kam einer Lünerin teuer zu stehen. © picture alliance / dpa
Gerichtsverhandlung

Lünerin erscheint zu spät vor Gericht – das wird für sie teuer

Eine Lünerin wurde im vergangenen Jahr mit einer kleineren Menge Drogen erwischt. Bei ihrem Termin vor dem Amtsgericht erschien sie aber mit einiger Verspätung. Und das hatte Folgen.

Am frühen Morgen des 20. Dezember geriet eine 46-jährige Frau aus Lünen auf der Dorfstraße in eine Polizeikontrolle und die Beamten mussten, so der Vorwurf, nicht lange suchen.

In ihrer linken Hand hielt die Lünerin laut Anklage ein Tütchen mit 0,51 Gramm Amphetamin. Und damit stand der 46-Jährigen, die bereits 19 Eintragungen im Strafregister besitzt, das nächste Verfahren bevor.

Strafbefehl gegen Lünerin

Jetzt sollte der aktuelle Fall verhandelt werden. Schon im Vorfeld meldete sie sich bei Gericht, gab an, sich in der Entgiftung zu befinden und bat um Fahrtgeld. Doch das war so kurzfristig nicht mehr möglich. Also kündigte sie an, sich Geld für den Zug leihen zu wollen. Doch als ihre Sache aufgerufen wurde, tat sich nichts – auch nicht nach der akademischen Viertelstunde.

Schließlich öffnete sich die Saaltür doch noch. Allerdings handelte es sich nicht etwa um die Angeklagte, sondern um einen Justizwachtmeister. Der erklärte, die Lünerin habe gerade angerufen, dass sie sich verspäte. Doch nun war es im wortwörtlichen Sinne zu spät. Es erging ein Strafbefehl gegen die 46-Jährige mit 600 Euro Geldstrafe.

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