Der Innenraum der Christuskirche (Archivbild) ist durch einen Defekt der alten Heizung verrußt worden. Er soll farblich neu gestaltet werden. © Foto: Goldstein (A)
Innenraum-Gestaltung

Künstler entwirft für die Christuskirche farblich den „Klang der Stille“

Die denkmalgeschützte Christuskirche soll innen farblich neu gestaltet werden. Architekten haben dazu Entwürfe vorgelegt. Bei einer Idee geht es um Licht und „den Klang der Stille“.

Die Christuskirche ist ein prägendes Bauwerk in Horstmar. Sie wurde 1913 gebaut, nachdem viele Bergleute in den Ortsteil zogen waren. Inzwischen steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz. Eigentlich ist die Sanierung der Außenfassade noch gar nicht fertig. Doch jetzt soll es erstmal innen schöner werden. Nach einer Rußverpuffung der alten Heizung sind die Wände seit Jahren verschmutzt. Mit neuer Farbe und neuen Lampen möchte das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Horstmar-Preußen den Innenraum des Gotteshauses zum Leuchten bringen.

Das Projekt war ursprünglich schon für 2019 geplant, doch der Prozess gestaltet sich aufwendig. Nicht nur die Gemeinde, auch Denkmalbehörden, Vertreter des Kirchenkreises und der Bauabteilung der Landeskirche in Bielefeld sind mit eingebunden. Und dann kam die Corona-Pandemie dazu. Zwei Architekturbüros haben inzwischen Vorschläge zur Innenraumgestaltung eingereicht. „Das ist ein super spannender Prozess“, sagt Pfarrerin Andrea Ohm. Sie hat die Hoffnung, in diesem Jahr mit der Renovierung beginnen zu können. Vorher allerdings muss erstmal ein Farbkonzept vorliegen, das der Gemeinde vorgestellt werden kann. Bislang gibt es lediglich einen Entwurf.

Innenraum wird sich verändern

Das Presbyterium hat sich für den des Architekturbüros „soan“ aus Bochum entschieden, an dem der Künstler Prof. Ulrich Reimkasten aus Halle beteiligt war. Er nennt seine Idee „Klang der Stille“ mit nach oben heller werdenden Farbtönen. Kirche als lebendiger Ort des Miteinanders, aber auch als Raum für Andacht und Besinnung soll sich in der Gestaltung wiederfinden. „Die Kirche bekommt ein neues Antlitz, nicht nur neue Farbe. Der Raum wird sich verändern“, so Ohm. Es sei ein mutiger Schritt, der langen Vorlauf habe. Zu den Kosten wollte sich Andrea Ohm noch nicht äußern. Sie müssten erst noch verifiziert werden.

Zukunftsweisende Veränderungen

An der Christuskirche sind in der Vergangenheit bereits zukunftsweisende Veränderungen vorgenommen worden. Die Außenfassade der West- und Frontseite ist bereits saniert worden. Der Vorplatz wurde neu und barrierefrei gestaltet, so dass er jetzt auch von der Gemeinde als Bühne genutzt werden kann. Der Eingang wurde behindertengerecht. Jetzt soll es in der Kirche mit der Sanierung weitergehen. Die anderen Teile der Außenfassade stehen erstmal hinten an.

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Magdalene Quiring-Lategahn

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