Gabriela und Hartmut Sommerfeld hoffen auf ein baldiges Ende des Lockdowns, verbunden mit der Wiedereröffnung ihrer Brambauer Traditionsgaststätte „Stadtschänke“. © Foto: Michael Blandowski
Stadtschänke in Brambauer

Kneipen und Corona: „Den Geist des Gastgewerbes aufrechterhalten“

Gaststätten haben seit November geschlossen. Da ist auch die Stadtschänke in Brambauer keine Ausnahme. Eine harte Situation. Doch die Betreiber wollen auf jeden Fall weitermachen.

Die Sehnsucht nach der Wiedereröffnung ist groß. Und dass es die geben wird, sobald es wieder möglich ist, daran lassen Gabriela und Hartmut Sommerfeld, die Betreiber der Traditionsgaststätte „Stadtschänke“ keinen Zweifel – auch wenn die laufenden monatlichen Kosten weiterlaufen und erst die staatliche finanzielle Unterstützung für November auf dem Konto ist.

„Mit der staatlichen Novemberhilfe, einer vierstelligen Summe müssen wir bisher auskommen und die derzeit schwierige finanzielle Lage stemmen. Denn Pacht, Strom und Sky, trotz eines Rabattes von 30 Prozent, laufen weiter. Da wir zuletzt nur drei Aushilfen auf geringfügiger Basis beschäftigten, müssen jetzt auch keine weiteren zusätzlichen Kosten gestemmt werden. Das ist ein kleiner Silberstreif am desaströsen Horizont“, so Hartmut Sommerfeld, der mit einem Goldspielautomatengeschäft über ein weiteres Standbein verfügt. Aber auch dort, im zweiten beruflichen Sektor, herrscht derzeit Flaute.

Kontakt zu Gästen fehlt

„In der derzeitigen Lage fehlt uns einfach der Kontakt zu unseren Gästen. Wir bleiben aber am Ball und machen weiter. Wir sind halt mit Herz und Seele als Gastwirte unterwegs“, sagt Gabriela Sommerfeld.

Sicherlich schlage seit dem 1. November des vergangenen Jahres, mit Beginn des zweiten Lockdowns, auch der monatliche Verlust einer vierstelligen Summe ins Kontor. Da die beiden aber eine Altersrente beziehen, erfolgt jedoch kein Fall in die Armut.

Auf eine mögliche Öffnung hoffen Gabriela und Hartmut Sommerfeld schon bald und haben daher die Gaststätteninnenräume vorschriftsmäßig ausgestattet. Ein Sichtschutz am Tresen, ausreichender Sicherheitsabstand zwischen den Tischen, Desinfektionsmittel für alle Kneipengänger sowie Gästekarten für die Nachverfolgung bei möglichen neuen Corona-Fällen, stehen bereit.

„Den Geist des Gastgewerbes aufrechterhalten“

„Wir sind eine der letzten echten Brambauer Kneipen. Früher gab es bei uns im Dorf zwischen 60 und 70 Einkehrstätten. Deshalb müssen wir einfach weitermachen und den Geist des Gastgewerbes aufrechterhalten. In zwei Jahren habe ich Goldene Hochzeit. Diese immer seltener werdende Feierlichkeit möchte ich mit meiner Gabriela hier in unserer Stadtschänke feiern. Das klappt auch, trotz Corona“, ist sich Hartmut Sommer ziemlich sicher.

Seit mittlerweile dreißig Jahren betreiben die Sommerfelds die „Stadtschänke“. Zuvor hatte das Duo wenige Schritte neben dem Wirtshaus eine Imbissstube, mit der Spezialität von Pommes, Currywurst und Räuberfleisch.

Abgesandte des Knappenvereins Brambauer, des Sparclubs mit einhundert Sparern, eines Bundesligatippclubs sowie die „Ruhrpott-Zocker“ werden sicherlich nach der Wiedereröffnung den Weg ins Stammlokal finden. Ebenso auch die Damen und Herren des Brambauer Schützenbataillons. Denn die „Stadtschänke“ ist neben der Brambauer Gaststätte „Bürgerkrug“ (Diebecker) eins der beiden Schützenvereinslokale.

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Redaktion Lünen
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