Die Baustelle der Kita Rudolph-Nagell-Straße in Nordlünen. Hier gab es ein Schimmel-Problem. © Goldstein
Elterninitiativen

Kita-Neubau in Lünen wird zur Nervenprobe: Jetzt auch noch Schimmel

Geduld ist gefragt bei zwei Lüner Elterninitiativen. Immer wieder verzögert sich die Fertigstellung von Kita-Neubauten. Jetzt wurde Schimmel in den Baustellen entdeckt.

Die Kinder von Andreas Schroer sind längst aus dem Kindergarten in die Schule gewechselt. Noch aber ist der Lüner Vater im Vorstand der Elterninitiative „Kinderhaus“ engagiert – aus einem besonderen Grund. „Ich möchte das Neubau-Projekt noch beenden und dabei sein, wenn das Kinderhaus endlich in die neue Kita einziehen kann“, sagt der Lüner.

Eigentlich sollte das schon 2018 der Fall sein, doch die Bauarbeiten verzögerten sich ständig. Nun aber hoffen Schroer und die anderen Verantwortlichen des „Kinderhauses“, dass es im März endlich soweit ist. Obwohl nun Schimmel auf Holz-Werkstoffplatten festgestellt wurde. „Wir vertrauen darauf, dass das behoben wird und wir mit den Kindern in kein Gebäude kommen, in dem versteckter Schimmel steckt“, so Schroer auf Anfrage unserer Redaktion.

Lüner Firma Klimawerkstatt ist spezialisiert

Die Lüner Firma Klimawerkstatt ist spezialisiert auf solche Schäden und vom Bauträger SL Grundbesitz, einer Tochter der Stadtwerke Lünen, mit der Beseitigung der Schäden in den Kita-Neubauten in Alstedde und Nordlünen beauftragt worden. Auch am Neubau der Kita der Elterninitiaive „Kleiner Kreisel“ hatte es dieses Schimmel-Problem gegeben. Nach Auskunft von Angelika Habbe („Kleiner Kreisel“) sei der Schaden dort bereits beseitigt worden.

Da es sich bei den Gebäuden um Kindertagesstätten handelt, wird das Fachunternehmen Klimawerkstatt GmbH bei den Arbeiten zusätzlich von einem Sachverständigen für Innenraumhygiene fachlich begleitet, so Stadtwerke-Sprecherin Jasmin Teuteberg. Nach ihren Angaben handele es sich um kein außergewöhnliches Vorkommnis auf Winterbaustellen und selbstverständlich sei Kontakt zu den Elterninitiativen aufgenommen worden.

Fertigstellung für März geplant

Diese hätten sich, so Teuteberg, „für die Aufklärung und die Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen zur Beseitigung bedankt“, womit die Angelegenheit für diese als erledigt betrachtet werde. Die Fertigstellung beider Kitas sei nach wie vor für März angesetzt.

Andreas Schroer verlässt sich auf die fachlichen Kenntnisse der beauftragten Firma. Schließlich sei es wichtig, den Schaden fachgerecht zu beheben, denn das eigentliche Schimmelproblem würde dann ja erst in ein paar Jahren auftreten, wenn man sich nicht darum kümmere.

Die Baustelle für die Kita Kinderhaus am Alten Kirchweg in Alstedde, hier sollen die Schimmelprobleme in der kommenden Woche beseitigt werden.
Die Baustelle für die Kita Kinderhaus am Alten Kirchweg in Alstedde, hier sollen die Schimmelprobleme in der kommenden Woche beseitigt werden. © Goldstein © Goldstein

Laut Jasmin Teuteberg konnte aufgrund der widrigen Wetterbedingungen der letzten Wochen, der mehrere Tage dauernden Verlegung der Aufdach-Dämmungen und der zeitweise hohen inneren Feuchtigkeit durch Einbringung von Estrich und vorbereitende Verputz- und Malerarbeiten eine 80-prozentige Oberflächenfeuchte an kalten Bauteilen mit der eingesetzten Rohbauheizung scheinbar nicht durchgängig vermieden werden. „Das ist in Winterbaustellen keine Seltenheit“, stellt die Stadtwerke-Sprecherin fest.

Ursache soll künftig vermieden werden

Entscheidend für die Qualität und Nutzung des Bauwerks sei, dass diese Situation vollständig beseitigt und die Ursache hierfür zukünftig sicher vermieden werde. Da die entsprechenden Fachleute bereits mit der Aufgabe betraut seien, gehen die Stadtwerke davon aus, dass die Arbeiten für die Kita Kinderhaus (Alstedde) in der Kalenderwoche 6 abgeschlossen sein werden. Die Arbeiten in der Kita „Kleiner Kreisel“ seien bereits Mitte dieser Woche beendet.

Teuteberg: „Mittlerweile laufen in beiden Bauten die fest installierten Heizungsanlagen. Mit deren Betrieb und regelmäßiger Querlüftung sind jetzt Raumluftbedingungen und Oberflächentemperaturen erreicht, unter denen sicher kein Schimmelpilzaufkommen mehr auftritt.“

Der Außenbereich der neuen Kita in Alstedde ist von den Eltern schon hergerichtet worden. Sie hoffen jetzt, dass sie im März tatsächlich aus den drei Jahre genutzten Übergangs-Räumen in die neue Kita einziehen können.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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