Geht es nach der Verwaltung, entsteht in Lünen-Horstmar eine neue Kita. Die Standortfrage ist aber noch nicht geklärt. © dpa
Kita-Plätze

Kita-Neubau in Horstmar: Verwaltung favorisiert Preußenstraße

Den Mangel an Kita-Plätzen in Horstmar und Umgebung will die Verwaltung mit einem Neubau in dem Lüner Stadtteil auffangen. Die Frage, wo genau, hat die Verwaltung für sich schon beantwortet.

Der Neubau einer viergruppigen Kindertageseinrichtung (Kita) im Lüner Stadtteil Horstmar muss nach Meinung von Ludger Trepper schnellstmöglich über die Bühne gehen.

„Meine Bitte: Helfen Sie mit, zügig Plätze zu schaffen. In Beckinghausen haben wir schon Container aufstellen müssen. Wir wollen Kinder aus Beckinghausen künftig auch in Horstmar versorgen.“

Das sagte der Jugend- und Sozialdezernent in der digitalen Konferenz des Stadtentwicklungs-Ausschusses am 13. April zu der angespannten Kita-Lage.

Nach Angaben der Verwaltung besteht in Horstmar „ein steigender Bedarf an weiteren Kitaplätzen im U3- und Ü3-Bereich. Dies liegt einerseits an einer stadtweit steigenden Nachfrage der Eltern für jüngere Kinder unter 3 Jahren und andererseits am Zuzug von jungen Familien in den Stadtteil“, heißt es.

So seien in den vergangenen Jahren eine Reihe neuer Wohneinheiten in Horstmar fertiggestellt worden. Weitere sind an der Preußenstraße (Coers-Gelände) und auf dem Gelände des ehemaligen Kleinbecker Parks geplant. Deshalb, so Fachderzernent Ludger Trepper, sei der Neubau einer viergruppigen Einrichtung dringend geboten.

Für den Neubau stehen laut Verwaltung zwei Flächen zur Verfügung, wobei die Verwaltung nach Angaben von Arnold Reeker, eine Fläche bevorzugt:

„Es gibt nur wenig Argumente, die gegen das rund 2000 Quadratmeter große Grundstück an der Preußenstraße 67 sprechen“, sagte Reeker. Dafür habe auch ein Investor sein Interesse bekundet:

In der Vorlage heißt es dazu: „Geplant ist, die Einrichtung AWO Pusteblume (derzeit Alter Postweg) um zwei Gruppen zu erweitern und den avisierten Neubau als neuen Standort anzubieten (…). Die alte Einrichtung wird bedarfsgerecht weitergeführt und reduziert beziehungsweise aufgegeben, wenn die Bedarfe gedeckt sind.“

Alternativ hierzu gibt es den Vorschlag, eine Kita auf der Fläche zwischen Querstraße und Glogauer Straße (2570 Quadratmeter) zu errichten. Aus Sicht der Stadtplanung werde die Fläche nicht als Standortalternative empfohlen, sagte Arnold Reeker.

„Dies begründet sich in der jetzigen positiven städtebaulichen Situation, der Reduzierung des Baumbestandes, dem Zuschnitt und der Verkehrs- und Parksituation.“

Die Kita sollte zudem in städtischer Trägerschaft geführt werden, weil ein anderer Träger in direkter Konkurrenz zu der dort bereits existierenden städtischen Einrichtung Querstraße treten würde.

„Damit würde gegen den Grundsatz verstoßen, dass neue Kindertageseinrichtungen nicht in städtischer Trägerschaft geführt werden sollen. Darüber hinaus entstehen bei der Übernahme in städtischer Trägerschaft jährliche Mehrkosten in Höhe von 34.000 Euro“, sagte Ludger Trepper.

Der Stadtentwicklungs-Ausschuss wollte sich so kurzfristig nicht festlegen. Eine Entscheidung in der Sache soll im Haupt- und Finanzausschuss Ende April fallen.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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Torsten Storks

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