Elisabeth Krechtmann, Koordinationsfachkraft beim Kinder- und Jugendhospizdienst Lünen (links), Initiator Gerd Garbe und Alexandra Holthaus-Giesebrecht, ehrenamtliche Mitarbeiterin, freuten sich über die großzügigen Spenden der vielen Beteiligten und die aktive Unterstützung aus Niederaden. © Garbe
Spendenaktion

Kiloweise Kronkorken: Wie Niederadener dem Lüner Kinderhospizdienst helfen

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospitzdienst Lünen existiert allein durch Spenden. In Corona-Zeiten ist das Spendensammeln jedoch schwer. Da halfen Niederadener mit besonderem Engagement.

Angefangen hatte alles mit einem Aufruf von Gerd Garbe bei Facebook. Der Niederadener Geschäftsmann und Vorsitzende des Schützenvereins rief über das soziale Netzwerk zum Sammeln von Kronkorken auf. Die sollten bei den Niederadenern nicht einfach in die Wertstofftonne fliegen, sondern auf seinem Hof an der Kreisstraße abgegeben werden. Er wollte damit die Sammelaktion des Kinder- und Jugendhospizidienstes Lünen unterstützten.

Nicht nur Niederadener sammelten Kronkorken

Die Nachricht sprach sich herum. Nicht nur in Niederaden, auch aus den umliegenden Orten kamen die Menschen auf seinen Hof. „Sogar ein Kindergarten aus Dortmund-Brakel hat sich beteiligt“, freut sich Garbe. Und auch die Familie Vermeeren aus Kamen, die dem Schützenverein das Vereinsheim vermietet, spendete ihre gesammelten Kronkorken. So kam tatsächlich ein Kubikmeter Kronkorken zusammen – mit einem Gewicht von 370 Kilogramm, „Leider ergab dies aber nur einen Schrottwert von 74 Euro“, sagt Garbe, das ihm dies etwas zu wenig für eine Spende war.

Aufruf zu Geldspenden

Und so legte er nochmals nach und bat alle gezielt um eine freiwillige Spende für den Ambulanten Kinder-und Jugendhospizdienst. „Weitere Spender waren sehr großzügig“, so Garbe über den Erfolg seiner Mission, denn die strahlte bis nach Norddeutschland. Insgesamt kamen so 1510 Euro als Spenden zusammen, über die sich nicht nur Gerd Garbe freute. Vor allem der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Lünen, freute sich.

Die Organisation unterstützt Familien mit sehr kranken Kindern, deren Lebenserwartung verkürzt ist. Die Helfer betreuen betroffene Kinder und Eltern, kümmern sich aber auch um Geschwisterkinder und unterstützen so die Familien. „Gerade heute, zu Corona-Zeiten, ist es sehr schwierig, Spenden zu bekommen“, schilderte Koordinationsfachkraft Elisabeth Krechtmann. „Es ist schön, dass sich so viele engagiert zeigten“, dankte auch die ehrenamtliche Mitarbeiterin Alexandra Holthaus-Giesebrecht.

Sammlung für guten Zweck geht weiter

Das Sammel-Behältnis für die Kronkorken und Weißblechdosen, eine schwarze Tonne mit weißem Deckel, wird übrigens das ganze Jahr noch bei Gerd Garbe auf dem Hof stehen und zum Sammeln immer geöffnet sein. Sobald die Tonne voll ist, wird der Inhalt umgefüllt und zum Ende des Jahres der Verwertung zugeführt. Der Erlös kommt dann wieder einem guten Zweck zugute.

Folgende Spender beteiligten sich: Familie Stauch, Victor Weber, Matthias Klapper, Familie Wiemers, Kerstin Tascheid aus Neustadt an der Ostsee und Pia Kinde aus Hamburg. Des Weiteren kamen großzügige Spenden aus den Firmen Hofladen Freisendorf, Gartenbau Gerd Garbe, Bau und Fenstertechnik Dominik Weber, Friedhofsgärtnerei Claas Neuendorf sowie TS Schweißer Schulung Torsten Schmied.

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