Der Hundewald Doghausen (Archivbild) hat nach der Zwangspause wieder geöffnet. Das letzte Wochenende im Monat ist jetzt für Mitglieder reserviert. © Peter Fiedler (A)
Doghausen

Hundewald in Brambauer wieder geöffnet: Neues für Vier- und Zweibeiner

Im Hundewald Doghausen dürfen Vierbeiner nach dem Lockdown wieder toben. Der Verein hat die Zwangspause genutzt, um für neue Attraktionen zu sorgen. Die machen nicht nur Hunden Spaß.

Die Corona-Krise hat auch den Hundewald Doghausen auf dem Gelände hinter dem Freibad Brambauer getroffen. Der beliebte Treffpunkt in der Natur war abgesperrt. Seit Anfang März dürfen die Hunde dort wieder herumtollen. Für Herrchen und Frauchen gelten allerdings weiterhin die üblichen Corona-Abstands-Regeln. Weil sich Grüppchen gebildet hatten, musste der Vorstand schon auf die Einhaltung hinweisen, berichtet Vorsitzender Alexander Halbe.

Wer zur tierischen Spielwiese kommt, kann dort einige Neuheiten entdecken. Der Verein hat die Phase der Schließung genutzt, um auf dem seit 2018 genutzten Gelände neue Spielhindernisse für die Tiere aufzubauen. Hürden und Tunnel, alles, was Vierbeiner mögen.

Mitglieder haben Bachlauf angelegt

Auch einen Brunnen haben die Vereinsmitglieder mit finanzieller Unterstützung der Stadt bohren lassen. Aus 31 Metern Tiefe kommt einmal in der Stunde für 15 Minuten Wasser. Das dürfte die tierischen Nutzer des Hundewalds freuen. Und nicht nur die. An dem Wasser können sich auch alle anderen Tiere auf dem Gelände erfrischen. Außerdem kann es zum Gießen der zahlreichen Bäume und Sträucher genutzt werden, die auf der Wiese gepflanzt worden sind. Das Brunnenwasser fließt in mehrere Becken und landet in einem Bach, den die Vereinsmitglieder in den letzten Wochen gegraben haben. Vor zwei Wochen ist das Projekt fertig geworden. Jeweils acht bis zehn Helfer waren am Start. Letztlich landet das Wasser im nahegelegenen Ententeich.

Ein Brunnen ist auf dem Gelände des Hundewalds gebaut worden. Aus 31 Metern Tiefe wird Wasser hochgepumpt.
Ein Brunnen ist auf dem Gelände des Hundewalds gebaut worden. Aus 31 Metern Tiefe wird Wasser hochgepumpt. © Halbe © Halbe

Gäste kommen von weit her

Der Hundewald ist über die Grenzen Lünens hinaus beliebt. Viele Stammgäste gibt es, die meisten auf vier Pfoten. Ein Mitglied fährt über 140 Kilometer, um hier mit seinen Tieren den Auslauf zu genießen. „Andere kommen aus Düsseldorf oder Hamm. Wir sind breit aufgestellt“, sagt Halbe. Allein in diesem Jahr sind 20 neue Mitglieder aufgenommen worden, so dass der Verein inzwischen von 150 Hundebesitzern getragen wird. Die lassen hier ein bis vier Hunde von der Leine, vom Rehpinscher bis zum Labrador. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei 12 Euro im Jahr.

Für die Mitglieder gibt es ein besonderes Bonbon: Jeweils das letzte Wochenende im Monat ist ausschließlich den Mitgliedern vorbehalten.

Anschubfinanzierung von der Stadt

Im Oktober 2018 wurde der Hundewald Doghausen eröffnet. Die Stadt hatte mit einer Anschubfinanzierung von 6800 Euro das Projekt unterstützt. Es ist hauptsächlich in die Umzäunung geflossen. Auf ehrenamtliche Unterstützung und Eigenleistung kann der Verein bauen: Mit 24 Mitgliedern hat damals alles begonnen.

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Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
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Magdalene Quiring-Lategahn

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