Udo Lange aus Lünen nutzt dreimal pro Woche die Ausfahrt am Preußen-Bahnhof. Wegen der schlechten Sicht durch die Gitterstäbe und Mauern sorgt er sich vor Unfällen. © Julian Preuß
Mit Video

Gefahrenstelle am Preußenbahnhof: Lüner fordert bessere Sicht an Ausfahrt

Wer vom Parkplatz am Bahnhof Preußen auf die Straße Am Preußenbahnhof in Lünen abbiegen möchte, kämpft mit schlechter Sicht. Ein Anwohner befürchtet Unfälle und macht einen Lösungsvorschlag.

Zahlreiche Autos stehen auf dem Parkplatz am Bahnhof Preußen in Lünen. Viele von ihnen werden die Ausfahrt zur Straße Am Preußenbahnhof nutzen. Auch Udo Lange befährt sie dreimal in der Woche, nachdem er bei der Bäckerei Kanne im Bahnhofsgebäude sein Mittagessen abgeholt hat. Das Problem: Das Mauerwerk und die Gitterstäbe des Zaunes schränken die Sicht auf den von links kommenden Verkehr stark ein.

„Man kann sich nur langsam herantasten. Man sieht kaum, ob ein Fahrzeug kommt“, sagt Lange, der seit 55 Jahren in Lünen-Horstmar wohnt. Mit seinem weißen Geländewagen könne er den Verkehr noch aus einer höher gelegen Sitzposition aus beobachten. „Für tiefere Fahrzeuge wird das aber schwieriger“, meint Lange.

Die Ausfahrt vom Parkplatz in die Straße Am Preußenbahnhof von einem möglichen Spiegel-Standpunkt.
Die Ausfahrt vom Parkplatz in die Straße Am Preußenbahnhof von einem möglichen Spiegel-Standpunkt. © Julian Preuß © Julian Preuß

Bislang habe der pensionierte Diplom-Ingenieur noch keinen Unfall an dieser Stelle erlebt. Auch die Stadt Lünen bestätigte auf Anfrage der Redaktion, dass es dort noch keine Auffälligkeiten gegeben habe. Dennoch fürchtet Lange, dass es künftig zu einem Unglück kommen könnte. Deshalb hat er einen aus seiner Sicht einfachen Vorschlag. „Man könnte einfach einen Spiegel auf der anderen Straßenseite aufstellen. Das dürfte auch nicht so viel kosten“, sagt Lange.

Die Stadt wird diese Idee allerdings nicht umsetzen. Pressesprecher Benedikt Spangardt begründet: „Der Einbau von Verkehrsspiegeln ist nicht mehr zulässig. Sie führen unter anderem häufig dazu, dass die Geschwindigkeit der ankommenden Fahrzeuge falsch eingeschätzt wird.“ Dementsprechend sei umstritten, ob Verkehrsspiegel einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten.

Parkplatzausfahrt erfüllt alle Auflagen der Bezirksregierung

Spangardt führt aus, dass in dem angesprochenen Bereich ein Sicherheitsaudit bei der Bezirksregierung durchgeführt worden sei. Laut Straßen.NRW handelt es sich dabei „um eine systematische Ermittlung von Sicherheitsdefiziten bei Straßenbaumaßnahmen aus Sicht aller Verkehrsteilnehmer.“ Die Auflagen daraus seien an der Parkplatzausfahrt in die Straße Am Preußenbahnhof alle umgesetzt worden, erklärt Spangardt.

Die Straßen um den Preußenbahnhof gelten seit längerer Zeit als Gefahrenstelle. Beispielsweise beschwerte sich ein Familienvater bei Facebook über Raser am Kreisverkehr Bebelstraße/Am Preußenbahnhof. Diese Thematik werde von der Stadt beobachtet. Die Problematik der schlechten Sicht an der Parkplatzausfahrt bleibt zunächst bestehen. Es gilt, sich langsam aus der Ausfahrt hinauszutasten.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.