Die drei Geschäftsführer (v.l.n.r.) Silke Jungmann, Jan Vetter und Theo Schmidt im neuen Gebäude im Gewerbegebiet Brambauer. © Druckerei
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Fusionierte Druckerei investiert 700.000 Euro in Lünen-Brambauer

Die alteingesessene Lüner Druckerei Schmidt expandiert nach der Fusion im Gewerbegebiet Brambauer. Ein neues Gebäude soll als Fundament für die Zukunft dienen.

Die Druckerei „Schmidt, Ley + Wiegandt“ hat im Gewerbegebiet Brambauer eine 1000 Quadratmeter große Halle für Lager-, Logistik- und Fulfillment (Alles aus einer Hand, Anm.d.Red.) in Betrieb genommen. Zuvor war das im Sommer erworbene Gebäude, vielen Ortskundigen auch als „Alte Tapetenhalle“ bekannt, aufwändig renoviert worden, „um alle Artikel sicher und bei besten Bedingungen lagern zu können“.

Wie Geschäftsführer Jan Vetter am Mittwoch (23. Dezember) auf Nachfrage unserer Redaktion weiter sagte, seien in den Standort Am Brambusch rund 700.000 Euro investiert worden.

„Wir sind nun in der Lage, die stark wachsende Nachfrage nach unseren Fulfillment-Lösungen zu bedienen“, sagte Geschäftsführer Theo Schmidt.

Das Lüner Unternehmen betreibt nun insgesamt drei Standorte im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, zwei in Lünen und einen in Wuppertal.

Artikel rund um die Uhr abrufbar

Neben Druckerzeugnissen sind auch Werbe- und Marketingartikel für Kunden der Druckerei eingelagert. „Unsere Kunden werden durch unsere Fulfillment-Dienstleistung entlastet und sie sparen Fläche und Kosten.“ sagte Geschäftsführerin Silke Jungmann: „Die Artikel können über Online-Shops, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen, rund um die Uhr abgerufen werden. Der Versand erfolgt innerhalb von 24 Stunden.“

Die Nachfrage nach Lager- und Logistikdienstleitungen nimmt stetig zu, sodass das Lüner Unternehmen in den vergangenen Monaten auch personell auf inzwischen rund 100 Beschäftige gewachsen ist. „Mit dem neuen Gebäude ist das Fundament für den weiteren Ausbau des Unternehmens geschaffen“ sagte Jan Vetter.

Die Druckerei Schmidt wurde 1904 in Lünen-Brambauer gegründet. 2007 wurde der heutige Standort im Gewerbegebiet Lünen, An der Wethmarheide, bezogen. Für Kunden im Ruhrgebiet werden den Angaben zufolge neben Druckerzeugnissen auch Logistik- und Webshop-Lösungen realisiert. Moderne Softwarelösungen unterstützen, optimieren und verkürzten Bestell- und Korrekturprozesse, hieß es weiter.

Im Sommer 2020 fusionierte das Unternehmen mit dem Druckhaus Ley + Wiegandt aus Wuppertal zur Schmidt, Ley + Wiegandt GmbH + Co. KG.

Unternehmens-Daten im Überblick:

  • Die 1904 gegründete Druckerei Schmidt in Lünen wurde in dritter Generation von Theodor Schmidt als alleinigem Geschäftsführer und Gesellschafter geführt. Er war bereits seit 47 Jahren im Unternehmen.
  • Der vollstufige Offset- und Digitaldruck-Betrieb mit seinen rund 50 Mitarbeitern unterhielt bereits 80 Portale für den direkten B2B-Kontakt (Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen, Anm.d.Red.) mit Kunden.
  • Relativ neu war eine komplette Lettershop-Abteilung (bereitet Sendungen für die Post vor, Anm.d.Red.) mit Lagerlogistik. Vor vier Jahren hatte Schmidt eine Werbeagentur übernommen.
  • Das Druckhaus Ley + Wiegandt in Wuppertal war 1913 gegründet worden und ebenfalls ein vollstufiges Akzidenzdruckunternehmen mit „anspruchsvollen, wertigeren, komplexeren Drucksachen“, wie der geschäftsführende Gesellschafter Jan Vetter beschreibt, der das Unternehmen gemeinsam mit Silke Jungmann führte.
  • Vor der Fusion im Sommer dieses Jahres hatte Ley + Wiegandt knapp über 30 Mitarbeiter. Zu den Kunden zählen mittelständische Unternehmen und Werbeagenturen.
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Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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