Zwei Jahr lang gab es auf der Waltroper Straße ein Durchfahrtsverbot für LKW. Das Modellprojekt ist jetzt beendet. © Michael Blandowski
Straßenverkehr

Feldversuch zum LKW-Verbot auf der Waltroper Straße ist abgeschlossen

Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität befasst sich mit dem Ende des Feldversuchs in Brambauer: Zwei Jahre lang galt auf der Waltroper Straße ein Durchfahrtsverbot für LKW.

Im Jahr 2016 hatte die Stadtverwaltung in Lünen einen Feldversuch in Brambauer gestartet*: Wie würde sich ein Durchfahrtsverbot für LKW auf der Waltroper Straße auswirken? Ende Dezember 2017 wurden die Verbotsschilder aufgestellt, zwei Jahre rollte der Schwerlastverkehr (mehr als 7,5 Tonnen) über die Straßen Im Knäppen, Lüner Straße, Brunnenstraße und Brambauerstraße. Zumindest theoretisch. Denn viele Anwohner vor allem auf der Achenbachstraße beschwerten sich über zunehmenden LKW-Verkehr vor ihren Haustüren.

Zu diesem Schluss kommt auch die Verwaltung in der Bewertung des Feldversuchs: „Bei einem Festhalten der Durchfahrtsbeschränkung ist davon auszugehen, dass LKW-Verkehre auf die umliegenden Verbindungsstraßen Richtung Waltrop ausweichen werden.“

Zustimmung der Bezirksregierung unwahrscheinlich

Zudem sieht nach Auskunft der Verwaltung die Bezirksregierung keine Notwendigkeit eines LKW-Durchfahrtsverbots auf der Waltroper Straße, „da

die Straße als Landesstraße dem überörtlichen Verkehr dient und sie als Hauptgeschäftsstraße keine besondere Schutzbedürftigkeit vor Lärm besitzt“. Eine Zustimmung der höheren Behörden für das Verbot gilt als unwahrscheinlich.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Verwaltung, den Feldversuch abzuschließend und das LKW-Verbot wieder aufzuheben.

*In einer ersten Version des Artikels haben wir berichtet, der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung habe die Durchführung des Feldversuchs beschlossen. Richtig ist: Der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung bekam die Mitteilung über den Feldversuch der Stadtverwaltung zur Kenntnisnahme vorgelegt.

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Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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