Hinter dieser Saaltür wurde gegen die drei Angeklagten verhandelt. © Martin von Braunschweig
Landgericht Dortmund

Einbruch in Brambauer: Prozess gegen mutmaßliche Schrott-Hehler auf Eis

Die Corona-Pandemie hat den Prozess gegen drei mutmaßliche Schrott-Hehler erst einmal gestoppt. Wann der Einbruch bei einem Metallbetrieb in Brambauer aufgeklärt wird, ist weiter offen.

Den drei heute 42, 44 und 45 Jahre alten Angeklagten werden krumme Geschäfte in den Jahren 2012 und 2013 vorgeworfen. Damals sollen sie im großen Still Buntmetall aufgekauft haben, von dem sie angeblich genau wussten, dass es bei nächtlichen Diebestouren gestohlen worden war.

Im Oktober 2013 soll eine Bande rumänischer Diebe auch bei einem metallverarbeitenden Unternehmen in Brambauer Station gemacht haben. Eine Tonne Nickel und eine Tonne Zink wurden damals heimlich auf einen Lkw geladen und offenbar sofort zum Firmengelände der drei Brüder gefahren.

Diebe sollen als Zeugen gehört werden

In einem ersten Prozess hatten die Angeklagten alles gestanden und dafür jeweils drei Jahre Haft kassiert. Diese Entscheidung hatte der Bundesgerichtshof dann aber in der Revision wieder aufgehoben. Dass es anschließend fast fünf Jahre dauerte, bis der angeordnete zweite Prozess beginnen konnte, hat damals wohl niemand für möglich gehalten.

Jetzt beharren die Angeklagten darauf, dass auch die mutmaßlichen Diebe als Zeugen gehört werden sollen. Das Problem ist nur: Mindestens einer von diesen lebt inzwischen wieder in seiner rumänischen Heimat und verspürt keine große Lust, zur Aussage nach Deutschland zu kommen.

Bis die Einreise des Mannes wieder ohne Corona-Probleme möglich ist, wird nun erst einmal unterbrochen.

Über den Autor

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.