Der Wohnpark an der Preußenstraße in Horstmar erhält eine weiße Putz-Fassade. © i-punkt
Wohnungbau

Ehemaliges Haus Hövelmann: Vermarktung neuer Wohnungen läuft wieder

Ein Wohnpark soll anstelle der ehemaligen Gaststätte Haus Hövelmann an der Preußenstraße in Horstmar entstehen. Die Pläne ließen so manchen Nachbarn in Erinnerungen schwelgen.

Trotz der Corona-Pandemie bleibt es an der Preußenstraße beim bisherigen Zeitplan: Ende 2021 soll anstelle der ehemaligen Gaststätte Haus Hövelmann ein neuer Wohnpark entstehen. „Die erforderlichen Anträge für die Baugenehmigung haben wir im November eingereicht“, erklärt Matthias Paulig von der Firme Kosmos Haus, die als Bauträger fungiert. „Wir rechnen mit einer Bearbeitungszeit von drei bis vier Monaten.“

Laut ersten Rückmeldungen der Stadt Lünen sei der Fall in Bearbeitung. Wenn es auch hier zu keinen Verzögerungen kommt, wolle man zügig nach Erteilung der Genehmigung mit den Bauarbeiten beginnen. Die Vermarktung läuft bereits, wie Heike Schimmelmann-Dietz vom Immobilien-Punkt Lüdinghausen berichtet: „Interessenten können die Wohnungen verbindlich reservieren.“

Man habe die aktive Vermarktung im Internet nun auch wieder aufgenommen. „Natürlich kamen zwischendurch Nachfragen, ob das denn alles auch wirklich was wird.“ Die 20 Wohnungen zwischen 73 und 103 Quadratmetern seien vor allem bei älteren Menschen gefragt. „Oftmals sind es dann die Kinder, die eine Wohnung für ihre Eltern haben wollen.“ Sämtliche Wohnungen sind barrierefrei geplant und sollen über einen Aufzug erreichbar sein. „Der klassische Kapitalanleger ist hier hingegen noch nicht so stark in Erscheinung getreten.“

Mineralputz statt Klinker

Dafür aber die Nachbarn, die im vergangenen Jahr das Baustellenbüro an der Preußenstraße aufgesucht hätten. „Viele waren neugierig und wollten wissen, was denn hier geplant ist“, sagt Heike Schimmelmann-Dietz. „Und dann haben sie angefangen, uns Geschichten zu erzählen – was sie alles im Haus Hövelmann erlebt hatten und welche Vereine hier gegründet wurden.“

Dabei war das Haus Hövelmann bereits seit Ende der 1980er-Jahre nicht mehr im Betrieb, zwischenzeitlich hatte es die Stadt Lünen als Übergangswohnheim genutzt. Doch die Erinnerung ist bei vielen Horstmarern offenbar noch sehr präsent. Künftig werden sie sich an einen neuen Anblick gewöhnen müssen: Entgegen erster Entwürfe wird der Wohnpark nun doch nicht mit einer Klinkerfassade versehen, sondern weiß verputzt. „Das wird ein Mineralputz, der auch optisch sehr gut zu so einem großen Gebäude passt“, sagt Matthias Paulig.

Trotz gestiegener Kosten im Bausektor kalkuliert man weiterhin mit einem Investitionsvolumen von rund 4,5 Millionen Euro. „Weil ja auch schon einige Kunden reserviert hatten, wollten wir da jetzt nicht mit dem Preis hochgehen. Wir kommen aber definitiv noch hin“, stellt Paulig klar.

Wer Interesse an einer Wohnung im künftigen Wohnpark an der Preußenstraße hat, kann sich an Heike Schimmelmann-Dietz wenden: Tel. (02591) 507620.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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