Die letzten Schritte im Café werden noch gemacht. © Nora Varga
Neueröffnung

Café im Seepark: Über 200.000 Euro für den „schönsten Ausblick in Lünen“

Durch Corona immer wieder verschoben und jetzt fast bereit, loszulegen: Nach aufwendigen Renovierungsarbeiten stehen die neuen Inhaber des Kiosks am Seepark in den Startlöchern.

Noch liegen überall Werkzeuge, Bretter und Farbeimer, aber so langsam kann man sich vorstellen, wie das neue Café am Seepark aussehen wird, wenn es Ende des Jahres fertig ist. Im April hatte die Stadt Lünen eine Ausschreibung gestartet, um einen neuen Betreiber zu finden. Okay Sen und Ogün Zorlu haben den Zuschlag bekommen. Was genau sie planen und wie weit die Bauarbeiten sind? Die wichtigsten Antworten zum Thema gibt es hier:

Wann wird das Café eröffnet?

Teilinhaber Okay Sen hofft, dass bis zum Ende des Jahres alle Bauarbeiten abgeschlossen sein werden: „Für die nächste Saison sind wir vorbereitet. Wir könnten eigentlich im Januar eröffnen.“ Trotzdem halten weder die neuen Betreiber oder die Stadt den Termin für realistisch. Thomas Herker, Abteilungsleiter von Stadtgrün: „Im Januar ist das wahrscheinlich noch sehr unrealistisch. Wir haben die Pacht deswegen auch ausgesetzt, es gibt ja keine Einnahmen.“ Ursprünglich sollten viele Baumaßnahmen im laufenden Betrieb durchgeführt werden, durch Corona wurde umgeplant und alle Umbauarbeiten wurden auf einen Schlag durchgeführt.

Wie viele Leute finden im neuen Café Platz?

Der neue beheizte Wintergarten wird auf gemütlichen Bänken und Sesseln Sitzgelegenheiten bieten. Okay Sen: „Hier drinnen haben wir dann so um die 40 Sitzplätze, wenn kein Corona ist.“ Im Sommer werden auf der renovierten Terrasse ungefähr 150 Leute Platz finden. Draußen werde man im Sommer auch gut und coronakonform ausweichen können, so Sen. Ein Knackpunkt des alten Gebäudes waren auch die wenigen Toiletten. In der neuen Einrichtung gibt es insgesamt zwölf Toiletten. Besucher des Seeparks können sie für 50 Cent nutzen und erhalten einen Gutschein über 50 Cent für das Lokal.

Was hat die Stadt in das Café investiert?

Arnold Reeker, technischer Beigeordneter der Stadt Lünen, zeigt sich beim Besuch auf der Baustelle zufrieden mit den Arbeiten: „Wir sind die Hauptprofiteure, die Lünerinnen und Lüner. Der Seepark bietet schließlich einen der schönsten Ausblicke Lünens.“ Thomas Herkert von Stadtgrün: „Die Öffentlichkeit hat ja in ein öffentliches Gebäude investiert, hier war an einigen Stellen viel kaputt.“ Die Investitionen in Mobiliar, Wintergarten und Ausbau wurden nicht von der Stadt, sondern von den neuen Betreibern gemacht. Die Stadt hat lediglich in den Außenbereich um das neue Café investiert und Kosten übernommen.Über 200.000 Euro fließen durch Okay Sen und seinen Partner in das neue Café, ursprünglich waren 100.000 Euro geplant worden. Okay Sen: „In die 200.000 Euro sind die ganzen Arbeitsstunden, die wir reingesteckt haben, natürlich nicht mitgerechnet.“ Der Stadt ist es ein wichtiges Anliegen, dass das Dach des neuen Cafés begrünt wird. Arnold Reeker: „Gerade in Zeiten von Klimawandel ist das eine wichtige Sache.“ Die neue Terrasse besteht weiterhin aus den alten Dielen, die man alle umgedreht habe. 12.000 Nägel wurden dafür gezogen und wieder angebracht, berichtet Sen.

Was wird in dem neuen Café angeboten?

Das neue Angebot soll weit über das eines einfachen Kiosks hinausgehen. Okay Sen: „Wir haben einen Koch engagiert, der uns schon einen Vorschlag für eine Karte gemacht hat.“ Es soll verschiedene Gerichte geben. Flammkuchen, Currywurst, Burger, Schnitzel, aber auch Kaffee und Kuchen. Arnold Reeker: „Uns hat am Konzept von Herrn Sen und Herrn Zorlu gefallen, dass das Café ganzjährig geöffnet wird.“ Im Winter soll der beheizte Wintergarten Ausflugsziel für Spaziergänger und Radfahrer sein.

Über die Autorin
Volontärin
Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga

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