Diese Box hat in Brambauer Rätselraten ausgelöst. Die Stadt hat sie montieren lassen. © Foto: Michael Blandowski
Stadtverwaltung

Box an Laterne beunruhigt Nachbarn in Brambauer: Stadt hat die Erklärung

Über eine kleine Box, die plötzlich am Laternenpfahl vor seiner Haustür hing, hat sich Reiner Graf gewundert. In der Nachbarschaft machte man sich Sorgen. Die Stadt hat dafür eine Erklärung.

Plötzlich hing sie da: eine kleine, unauffällige Box. Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL) hatten sie an einen Laternenmast im Taubenweg in Lünen-Brambauer montiert. Leser Reiner Graf wundert sich: „Was es damit wohl auf sich hat?“. In der Nachbarschaft beginnt das Rätselraten: Wird damit die Geschwindigkeit der Raser gemessen oder ist es gar etwas Gefährliches? „Man hört so vieles. Da geht das mit der Fantasie los“, sagt Graf. Nach einigen Tagen war die Box dann wieder verschwunden.

Auf Nachfrage der Redaktion bei der Stadt Lünen heißt es aus der Pressestelle: Es handele sich dabei um ein Zählgerät für Verkehrszählungen. Die Stadt habe WBL beauftragt, das Zählgerät in den kommenden Wochen und Monaten an unterschiedlichen Standorten in Lünen zu platzieren. Damit solle der Verkehr an verschiedenen Stellen erfasst werden. Es würden die Anzahl der Fahrzeuge, auch Fahrräder, und deren Geschwindigkeit aufgezeichnet. Das geschehe per Seitenradar. Es würden aber keine Fotos gemacht. „Spezifische Fahrzeugdaten oder etwa Kennzeichen werden nicht erfasst“, erklärt Alexander Dziedeck.

Am Ortseingangsschild an der Mengeder Straße hängt in dieser Woche die Box.
Am Ortseingangsschild an der Mengeder Straße hängt in dieser Woche die Box. © Foto: Michael Blandowski © Foto: Michael Blandowski

Überblick über Verkehrssituation

Die Ergebnisse der Messungen fließen in das „Integrierte Mobilitätskonzept 2035“ ein, das die Stadt zurzeit in Kooperation mit dem Planungsbüro „raumkom“ erarbeitet. „Generell geht es der Verwaltung aber in erster Linie darum, einen Überblick über die Verkehrssituation an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet zu erhalten“, so Dziedeck.

Das Zählgerät bleibe eine Woche an einem Standort. Zurzeit befinde es sich an der Mengeder Straße. Wo es hinkommt, werde nach Bedarf entschieden. „Wir reagieren zum Beispiel auf aktuelle Anfragen aus Fachabteilungen der Verwaltung, aber auch auf Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern“, erläutert Dziedeck.

Information gewünscht

Reiner Graf hätte es besser gefunden, er wäre im Vorfeld über die Aktion informiert worden. Dann hätte er sich keine weitere Gedanken machen müssen.

Die Stadt will die Bürgerinnen und Bürger bei einer Online -Umfrage am Planungsprozess beteiligen. Dabei möchte die Verwaltung beispielsweise erfahren, welche Verkehrsmittel die Lünerinnen und Lüner im Alltag nutzen und wie sie sich künftig fortbewegen wollen. Dabei gehe es auch darum, was aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger helfen könnte, um künftig klimafreundlicher und nachhaltiger mobil zu sein. Die Umfrage ist unter https://meine-mobilitaet-luenen-2035.de zu erreichen. Sie bleibt acht Wochen lang online.

Wer bei der Befragung mitmacht, kann an einem Gewinnspiel teilnehmen: Hauptpreis ist ein 2000-Euro-Gutschein für ein E-Bike.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
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Magdalene Quiring-Lategahn

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