So soll das neue Feuerwehrgerätehaus in Niederaden aussehen. Der erste Spatenstich soll noch in diesem Quartal erfolgen. © Grafik: ZGL
Neues Gerätehaus

Bauarbeiten für neues Feuerwehrhaus Niederaden beginnen bald

Lange hatten sie um ein neues Gerätehaus gerungen, nun ist für die Niederadener Feuerwehrleute die Ziellinie in Sicht: Noch in diesem Quartal beginnen die Arbeiten für den Neubau.

Das alte Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Niederaden ist in die Jahre gekommen. Vor allem das Obergeschoss, indem sich die Schulungsräume befinden, entsprach nicht mehr den gültigen Brandschutz- und Bauvorschriften.

Erstes Aufatmen daher im Sommer vor zwei Jahren: Der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung wandte sich mit der Bitte an den Ausschuss ZGL, den oberen Schulungsraum zu ertüchtigen. Eine „zwingend notwendige Maßnahme“.

Allerdings: „Von dieser Bitte wird abgesehen, sofern die Garantie besteht, innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre ein neues Gerätehaus zu erstellen.“ So steht es im Protokoll der Ausschusssitzung vom 27. Juni 2018.

Zwischenbericht kündigt Baubeginn in diesem Quartal an

Zweieinhalb Jahre später ist es nun tatsächlich soweit: Im Betriebsausschuss Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen gab es einen Zwischenbericht des Stadtbetriebs ZGL zu größeren Baumaßnahmen – und in dem spielte das Feuerwehrgerätehaus Niederaden eine wichtige Rolle.

Der aktuelle Sachstandsbericht ergab, dass Anfang Oktober der Bauantrag eingereicht worden war. Die Roharbeiten sollten bis Ende Januar submissioniert werden, weitere Ausschreibungen werden vorbereitet und zeitnah veröffentlicht. Und zum Ende dieses Quartals, also aller Voraussicht nach im März, soll mit der Ausführungsphase, sprich dem Bau, begonnen werden.

Richtige Feier fällt in Corona-Zeiten wohl aus

„Wir freuen uns, dass es jetzt bald los geht“, sagt Niederadens Löschzugführer Ulrich Sander. Dass der Start nun aber in die Pandemie falle, sei schon blöd. „Wir wissen noch gar nicht, wie wir das machen sollen. Vielleicht wird der erste Spatenstich zu einem Online-Event“, ist sich Sander aber sicher, dass dem Löschzug Niederaden da trotz aller Umstände etwas einfallen werde.

Knapp zwei Millionen Euro für den Neubau

In den Bau des neuen Gerätehauses will die Stadt Lünen 1,9 Millionen Euro investieren. Gebaut wird es in unmittelbarer Nachbarschaft des jetzigen Gerätehauses, das im Sommer 2022 abgerissen werden soll. Eine Ausschreibung für ein Schadstoffgutachten soll allerdings noch erfolgen.

Die Stadtplaner haben auch schon Gespräche mit beauftragten Freianlagenplaner geführt, in denen es um Ausgleichsmaßnahmen für Neubau und Versiegelung der Flächen ging. Unter anderem Bäume sollen angepflanzt werden.

Weitere Gerätehäuser folgen

In Niederaden wird übrigens nicht die einzige Feuerwehr-Baustelle in diesem Jahr eröffnet: Auch der Neubau in Horstmar soll zum Ende des Jahres starten, Beckinghausen und Alstedde folgen in den Jahren danach. „Alstedde und Horstmar werden allerdings teurer“, sagt Stadtsprecher Benedikt Spangardt, „denn dort werden auch Rettungswachen entstehen.“

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