Dieses Foto ist am Mittwoch, 23. März, entstanden - Nicht am Strand von Mallorca, sondern am Horstmarer See. © Günther Goldstein
Wetteraussichten

Badewetter in Lünen: Bleibt es so schön auch zur Steag-Sprengung?

Die Sonne scheint vom wolkenlosen blauen Himmel. Das Thermometer klettert auf 16 Grad: Frühlingswetter. So wünschen es sich auch die Zuschauer der Steag-Sprengung für Sonntag. Klappt das?

Bei 16 Grad mittags kann der Mantel in den Kleiderschrank wandern. Zusammen mit der wattierten Weste und dem Schal. Drei Lüner verzichten an diesem Mittwoch (24. 3.) aber nicht nur auf ihre Wintergarderobe. Sie ziehen sich gleich ganz aus – bis auf Badehose und Badeanzug: die Kleidung, mit der sie kurz darauf beherzt in den Horstmarer See springen. Nicht zum ersten Mal in diesem Jahr.

Kalt? „Nein, wunderbar!“ Zwei Frauen und ein Mann winken aus dem Wasser des Sees. Eine dritte Frau wartet am Ufer bei den bereit gelegten Handtüchern. Die Vier wissen, was sie tun. „Wir waren hier auch schon schwimmen, als es 6 Grad warm war“, sagen sie. Wohlgemerkt: Lufttemperatur. Die Wassertemperatur lag damals noch darunter. Genauso wie an diesem Mittwoch.

Aus der Tradition des Eisschwimmens

Frühlingshaftes Wetter: So bezeichnet der Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst in Essen die aktuelle Situation. Von Badewetter würde er aber nicht reden. Dafür sei es dann doch zu kalt. Die Schwimmer, die mit kräftigen Zügen durch den Horstmarer See ziehen, sehen das anders. Sie haben familiäre Wurzeln in Osteuropa und sehen sich in der Tradition des dort populären Eisschwimmens. Ein Jungbrunnen für Leib und Seele, wie sie meinen.

Den hartgesottenen der Freiluftfans darf das egal sein. Allen anderen sei geraten, den Donnerstag und Freitag noch für Spaziergänge oder andere Aktivitäten unter freiem Himmel zu nutzen. Dann ist es zwar nicht mehr ganz so schön wie am Mittwoch, aber immerhin noch zeitweise sonnig und mit zweistelligen Temperaturen – ganz anders als Samstag (27.3.): ein echter April-Tag, wie der Wettermann vom DWD sagt: nasskalt bei Temperaturen um 6 Grad, bewölkt, regnerisch und noch schlimmer.

Graupel-Schauer und Gewitter möglich

Graupel-Schauer, stürmische Böen und stellenweise Gewitter: Das hat der nächste Samstag für Lünen im Angebot. Findet Deutschlands größte Sprengung am Sonntag, 28. März, also unter Unwetter-Bedingungen statt? „Nein“, verspricht der Wettermann. Der Samstag bleibe ein Ausreißer. Für Sonntag verspricht er wieder Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad und Sonnenschein. Nur der anhaltende starke Wind werde dann noch an den ungemütlichen Vortag erinnern: gute Bedingungen, um auch aus der Ferne das Zusammensacken der alten Industrieanlage gut verfolgen zu können.

Wie wird das Wetter zu Ostern?

Und wie wird es Ostern? Seriöse Vorhersagen über einen Zeitraum von vier Tagen lehnt er zwar ab. Dennoch wagt der Mann vom DWD einen Blick in die Trends, um kurz danach abzuwinken. „Da kann alles dabei sein: von spätwinterlich bis frühlingshaft.“ Erst Mitte nächster Woche lasse sich Verlässliches sagen. Die Schwimmer vom Horstmarer See nehmen jedes Wetter – mit Ausnahme vom Gewitter.

Über die Autorin
Leiterin des Medienhauses Lünen
Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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Sylvia vom Hofe

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