Nun ist auch das eigentlich am besten erhaltene Stück der Querstraße aufgerissen worden. Dort ist der Boden untersucht worden. © Erdelhoff
Boden wird untersucht

Anwohner ist sauer: Intakter Bereich der Querstraße aufgerissen

Der Ärger um die Querstraße in Horstmar geht weiter. Nun wurde ausgerechnet in dem bisher am besten erhaltenen Bereich die Straße aufgerissen. Die Stadt hat dafür eine Erklärung.

Eigentlich hatte Siegfried Erdelhoff sich gewünscht, dass der Bereich der Querstraße zwischen Wirthstraße (ehemalige Bürgerbücherei) und Niederadener Straße nicht saniert werden soll. Denn dort sei der Straßenbelag gut erhalten, eine umfassende Sanierung gar nicht nötig, meint der Anwohner und Besitzer der Tankstelle am Kreisverkehr Preußenstraße/Niederadener Straße.

Boden wird untersucht

Doch jetzt wurde ausgerechnet dieser Bereich aufgerissen. Anfang der Woche entstand so ein tiefes Loch. „Jetzt ist die Straße tatsächlich kaputt“, empört sich Erdelhoff. Der Grund für die Arbeiten, die laut Stadt nur kurz dauern sollen, sind Untersuchungen des Bodens, wie Stadt-Pressesprecher Alexander Dziedeck auf Anfrage mitteilt.

Es werde überprüft, wie der Untergrund aussieht. Danach könne geprüft werden, inwiefern Kosten eingespart werden können, um die Anliegerinnen und Anlieger zu entlasten. Die Arbeiten seien am Donnerstag (23.9.) abgeschlossen.

In den Schreiben an die Anlieger der Querstraße sei darauf hingewiesen worden, so Dziedeck, „dass wir im Rahmen der weiteren Planungen noch Untersuchungen machen werden.“ Zusätzliche Informationen für Anliegerinnen und Anlieger seien sonst nur bei größeren Maßnahmen vorgesehen, zum Beispiel, wenn es zu umfangreichen Verkehrseinschränkungen über einen längeren Zeitraum komme.

Erdelhoff wandte sich an die zuständigen Stellen der Stadt und war nach eigener Aussage, immerhin positiv von der Gesprächsbereitschaft überrascht. In dem Telefonat erfuhr er dass die Straße auf jeden Fall aufgefräst werden solle, da der Untergrund schlecht aussehe. Nach Ansicht der zuständigen Stellen bei der Stadt Lünen gebe es in der Querstraße viel Autoverkehr. Das sieht Erdelhoff anders: „Es fahren nicht täglich 50 Autos hier durch unseren Bereich, wie die Stadt behauptet.“

Senke befindet sich daneben

Der Horstmarer ist sauer über die Maßnahmen der Stadt. Zudem frage er sich, warum ausgerechnet an der Stelle die Straße aufgerissen worden sei.

Anwohner Siegfried Erdelhoff fragt sich, warum die Straße und nicht eine Senke in dem Bereich für die Bodenuntersuchung genutzt wurde. Dort hätte man im Anschluss die Senke auffüllen können.
Anwohner Siegfried Erdelhoff fragt sich, warum die Straße und nicht eine Senke in dem Bereich für die Bodenuntersuchung genutzt wurde. Dort hätte man im Anschluss die Senke auffüllen können. © Erdelhoff © Erdelhoff

„Daneben gibt es eine Senke, hätte man dort den Boden untersucht, hätte man gleich beim Zuschütten des Lochs die Senke mit auffüllen können.“

Wie die Gemeinschaft Lüserbach, die bereits Anfang Juli eine öffentliche Bürger-Beteiligung zur geplanten Sanierung gefordert hatte, ist auch Erdelhoff der Meinung, dass man unter Corona-Bedingungen eine Bürger-Information hätte veranstalten können – beispielsweise draußen.

Nun aber habe die Stadt auch bei dem Abschnitt, der nach Erdelhoffs Meinung nicht hätte saniert werden müssen, durch die veranlassten Untersuchungen Tatsachen geschaffen: „Wenn ich recht haben will, mache ich das so.“

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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