SG-Trainer Bülent Kara müsste bei einer möglichen Fortsetzung der Saison auf zwei Spieler verzichten. © Timo Janisch
Fußball-Kreisliga

Zwei Spieler verlassen die SG Gahmen endgültig – darunter ein absoluter Stammspieler

Fernab einer möglichen Fortsetzung der aktuellen Spielzeit, bleibt der Bezirksliga-Aufstieg das erklärte Ziel der SG Gahmen. Der A-Ligist muss nun allerdings den Abgang von zwei Spielern verkraften.

Mit der Verschärfung des derzeitigen Corona-Lockdowns rückt auch eine Fortsetzung der Spielzeit im Amateurfußball in immer weitere Ferne. Wann, wie und ob die aktuelle Saison fortgeführt werden kann, ist nicht absehbar. Bei der SG Gahmen gibt es allerdings trotz Heimtraining und Spielunterbrechung einzelne Veränderungen. Diese betreffen unter anderem einen Stammspieler.

Fünf Spiele absolvierte die SG Gahmen bis zum vorübergehenden Fußball-Aus im November. Mit fünf Siegen und insgesamt 18:1 Toren könnte die Ausbeute kaum besser sein. Das ausgerufene Ziel, der Aufstieg in die Bezirksliga, schien für die Mannschaft von Trainer Bülent Kara zu diesem Zeitpunkt absolut realistisch. Jetzt – knapp zwei Monate später – stehen die Amateurfußballer vor einer ungewissen Zukunft.

Großteil der Mannschaft hält sich an Vorgaben

„Niemand weiß, wie es weitergeht. Deshalb müssen wir eigentlich immer in den Startlöchern sein. Anders geht‘s nicht“, betont Kara. Aus diesem Grund habe er seine Spieler dazu aufgefordert, individuelle Trainingseinheiten zu absolvieren. „Ich würde sagen, dass sich dreiviertel der Mannschaft auch an diese Vorgaben halten. Wir haben aber einen ausgeglichenen Kader und die Jungs wissen, dass sie fit sein müssen, wenn der Spielbetrieb weitergehen sollte“, so Kara.

Letztlich sei es auch im Interesse der Spieler, dass die Mannschaft gut aus der Zwangspause herauskomme. „Unser klares Ziel ist der Aufstieg und letztlich ist das Ganze auch ein Überraschungsei. Man weiß nicht, in welcher Verfassung sich die anderen Mannschaften befinden“, erklärt der SG-Trainer.

Angesichts der maximalen Punktausbeute aus den ersten Saisonspielen sei er mit der Zusammenstellung des Kaders vollkommen zufrieden. Man habe eine „junge Truppe zusammen“, die ihre Qualitäten schon beweisen konnte. „Wir werden deshalb in diesem Winter zumindest keine Zugänge holen“, betont Kara. Zwei Spieler haben den Verein allerdings zum Jahreswechsel verlassen.

Serhat Yilmaz verlässt den Verein nach einem halben Jahr

Einer von ihnen ist Ahmet Cosgun. Der Abwehrspieler wechselte vor einem Jahr vom BSV Schüren nach Gahmen, kam in den bisherigen fünf Saisonspielen allerdings nicht zum Einsatz. Ihn zieht es zurück nach Dortmund. „Ahmet verlässt uns aus privaten Gründen, aber zu welchem Verein er geht, steht aktuell noch nicht fest“, so Kara.

Neben Cosgun muss der A-Ligist außerdem den Abgang von Serhat Yilmaz hinnehmen. Der Angreifer kam im vergangenen Sommer vom SuS Oberaden zur SG und avancierte auf Anhieb zum Stammspieler. Dennoch habe sich Yilmaz laut Kara nach nur einem halben Jahr wieder vom A-Ligisten verabschiedet.

„Serhat hat trotz guter Leistungen nicht vollständig Fuß gefasst und möchte jetzt doch lieber wieder mit seinen Jungs zusammenspielen. Das ist auch völlig in Ordnung. Ob es ihn aber tatsächlich wieder nach Oberaden zieht, kann ich nicht sagen. Generell gibt es über die beiden Jungs nichts Negatives zu berichten. Das ist alles sauber abgelaufen“, erklärt Kara.

Talentierte Spieler im Blickfeld der SG Gahmen

Der Trainer ist sich indes sicher, dass seine übrigen Spieler die Abgänge auf jeden Fall kompensieren können. Dies gebe die Breite des Kaders zweifelsfrei her. Dennoch beobachte man natürlich auch andere junge, talentierte Spieler in der Umgebung. Dies hatte Kara kürzlich schon in einem Video-Format der Ruhr Nachrichten anklingen lassen.

„Wir haben wirklich eine gute Truppe zusammen und wir wollen keine jungen Spieler aus anderen Vereinen locken, aber wir haben natürlich immer die Augen auf. Das gilt beispielsweise sicherlich auch für den einen oder anderen Jungen von Preußen oder Wethmar“, erklärt der SG-Trainer jetzt. In der nahen Zukunft werde man allerdings keine Spieler ansprechen.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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