Robin Elandt wurde in Weddinghofen nicht hundertprozentig glücklich. © Wagner
Fußball

Von Vertragsgesprächen keine Spur – Robin Elandt: „Beim VfK ist niemand auf mich zugekommen“

Erst im Sommer 2020 wechselte Robin Elandt zum VfK Weddinghofen. Richtig glücklich wurde der Wahl-Lüner dort nicht - auch, weil offenbar niemand mit ihm über einen Verbleib gesprochen hat.

Robin Elandt verlässt im Sommer den Fußball-A-Ligisten VfK Weddinghofen schon nach einem Jahr und schließt sich wieder seinem Jugendverein FC Overberge an. In gerade mal vier Partien lief der 27-Jährige für den VfK auf. Erfolgreich waren die obendrein auch nicht. Weddinghofen steht mit null Punkten auf dem letzten Platz der Kreisliga A1.

Doch nicht das sportliche Abschneiden war der Anlass für Robin Elandts Entschluss, dem VfK so schnell schon wieder den Rücken zu kehren. Er hat eine simple Erklärung: „Ich weiß nicht, ob sie beim VfK grundsätzlich keine Gespräche mit Spielern geführt haben, aber auf mich ist niemand zugekommen. Das fand ich schade.“

VfK Weddinghofen war die gesamte Vorbereitung ohne Trainer

Gespräche führte er schließlich mit dem FC Overberge, der den Spieler schnell von einer Rückkehr überzeugte. Auch der Wechsel von Daniel Knapp von Weddinhofen zum FCO hat dazu beigetragen, dass auch Elandt wieder zum FCO wechselt.

Robin Elandt kehrt wieder zum FC Overberge zurück. © FCO © FCO

„Er war auch einer der Gründe, weswegen ich letztes Jahr überhaupt von Lünen nach Weddinghofen gegangen bin“, führt Elandt aus. Knapp sollte eigentlich Trainer werden am Häupenweg. „Aber das hat irgendwie nicht geklappt. Wir waren dann die gesamte Sommer-Vorbereitung ohne Trainer“, sagt Elandt, „es hat lange Zeit noch nicht mal Training stattgefunden.“

Robin Elandt lockte noch Spieler zum VfK – jetzt geht er selbst

Deshalb musste der VfK in der Liga auch einen Kaltstart hinlegen. Die Rote Laterne ist das Resultat daraus. „Klar, das spiegelt sich dann natürlich in den Ergebnissen wieder. Ich bereue den Wechsel zum VfK nicht, aber hundertprozentig zufrieden war ich nie. Ich bin aber überzeugt, dass es noch besser für den VfK gelaufen wäre, wenn die Saison unter normalen Bedingungen stattgefunden hätte. Denn wir haben noch ein paar gute Zugänge bekommen – ein paar Spieler habe ich selber noch angesprochen und zum VfK gelockt“, sagt Elandt.

Jetzt verlässt er aber den Verein – schon das zweite Mal. Bereits im Winter 2019 verließ Elandt den VfK in Richtung Kaiserau, wo er in der Reserve spielte. Aber nur für kurze Zeit. „Damals gab es einen Vorfall mit dem Kapitän in Kaiserau. Danach habe ich beschlossen, nicht mehr für den SuS aufzulaufen“, erklärt Elandt knapp. Weiter ausführen wollte er den Vorfall nicht. Privat zog es ihn in der Folge nach Lünen, wo er für ein Jahr beim BV Lünen II auflief.

Coach Recep Alkan hat schon als Spieler Verantwortung übernommen

Der Weg führte ihn 2020 zum VfK und im Sommer 2021 geht’s schließlich wieder zurück zu seinem Jugendverein. An der Hansastraße will er jetzt auch mal länger bleiben als bei seinen vorherigen Stationen: „Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr, ständig zu wechseln. Ich bin sicher, dass ich länger bleibe“, erklärt Elandt. Beim FCO zählt der Mittelfeld-Mann, der vornehmlich auf den Außenbahnen zum Einsatz kommt, dann zu den erfahrenen Spielern. „Wir werden eine sehr junge Truppe haben, der will ich mit meiner Erfahrung helfen“, sagt er.

Den neuen Trainer, Recel Alkan kennt Robin Elandt sogar aus seiner ersten Zeit beim VfK Weddinghofen. Damals war Alkan noch Elandts Mitspieler. An seinen künftigen Trainer hat Elandt durchweg positive Erinnerungen: „Recep hat schon damals Verantwortung übernommen auf dem Platz. Das wird ihm zugute kommen bei seinem Trainerjob. Er ist ein offener, kommunikativer Mensch – das wird schon gut passen.“

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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