Amel Mesic, Trainer des TuS Niederaden, will nach vier Spieltagen das Ziel Aufstieg noch nicht abblasen. © Jura Weitzel (A)
Fußball-Kreisliga B

TuS Niederaden übt sich nach vier Spielen in Selbstkritik: „Muss Kirche im Dorf lassen“

Nach vier Spieltagen steht der TuS Niederaden auf Rang neun, anstatt oben mitzuspielen. Doch noch sei alles möglich, so Trainer Amel Mesic - auch wenn es gerade an einer Sache hapert.

Fünf Punkte aus vier Spielen: Eigentlich wollte der TuS Niederaden diese Saison in der Kreisliga B erneut sein Glück im Aufstiegsrennen versuchen. Bislang haben sie dieses Pensum aber noch nicht erreicht. Doch auch wenn Trainer Amel Mesic kritisch ist – den Kopf in den Sand steckt er nach vier Spieltagen noch nicht.

Zwar gibt Mesic zu, dass die Punktausbeute besser ein könnte, doch den schwarzen Peter möchte er seinem Team noch nicht zuschieben: „Man muss jedes Spiel separat betrachten.“

Bei der 1:3-Niederlage gegen die SG Massen II vor zwei Wochen seien 25 katastrophale Minuten am Punktverlust schuld gewesen. In Kaiserau habe man das Spiel in Unterzahl gedreht und dann in der letzten Minute noch den Ausgleich kassiert. „Und Königsborn hat eine weiße Weste, fast 30 Tore erzielt und wir konnten ein 0:0 erreichen“, sagt Mesic.

Unzufrieden ist der Trainer des TuS aber mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. „Wir hatten viele Chancen in jedem Spiel, aber wenige Tore, das ist ganz schwach“, kritisiert er. Das liege sowohl an Pech vorm Tor als auch an Unvermögen: „Am Sonntag treffen wir den Pfosten, das ist dann Pech. Aber wir schießen auch daneben, das ist irgendwo dann Unvermögen.“

Alles ist in der Liga möglich für den TuS Niederaden

Das Ziel, um den Aufstieg mitzuspielen, will Mesic zu dem Zeitpunkt aber noch nicht abblasen. „Wir müssen die Kirche im Dorf lassen und objektiv bleiben“, sagt er.

Die Liga sei extrem ausgeglichen: „Man hat ja gesehen, dass 20 schlechte Minuten für eine Niederlage reichen. Das sollte für uns ein Warnschuss sein, fokussiert zu bleiben.“ Dennoch sei die Saison noch so lang, um oben mitzuspielen: „Und wenn es zum Aufstieg nicht reicht, wissen wir, dass es wieder an uns liegt.“

Blickt man auf die Tabelle, scheint ein Sieg am Sonntag (16 Uhr, Kreisstraße 10, Lünen) für Niederaden eigentlich Pflicht zu sein: Niederaden steht auf Rang neun, der SC Fröndenberg-Hohenheide hält den letzten Platz vor den Abstiegsrängen.

Allerdings trennen die beiden Teams vor dem Heimspiel der Niederadener nur zwei Punkte. „Wie gesagt: In der Liga schlägt jeder jeden. Auch die haben Punkte liegen gelassen wie wir. Keinen Gegner schlägt man hier mal eben so. Wir müssen spielen wie gegen Massen oder Königsborn, dann haben wir gute Chancen“, so Amel Mesic.

Personell muss Mesic einige Ausfälle ersetzen. Er habe ein paar angeschlagene mit muskulären Problemen, hinzu kommen zwei beruflich Verhinderte. „Zum Glück haben wir einen großen Kader, auch wenn viele gute und wichtige Leute nicht dabei sind.“ Das Spiel gegen Königsborn habe gezeigt, dass man solche Ausfälle auch ersetzen kann.

Über die Autorin
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1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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