Kapitän Florian Fischer will auch in Zukunft das Tor des TuS Westfalia Wethmar sauber halten. © Günther Goldstein
Fußball-Bezirksliga

Trotz Angeboten aus der Westfalenliga: Deshalb bleibt Wethmar das Kapitäns-Duo erhalten

Mit Florian Fischer und Patrick Schöpf kann Westfalia Wethmar weiterhin auf zwei absolute Führungsspieler zurückgreifen. Und das, obwohl sogar ein Wechsel in die Westfalenliga möglich gewesen wäre.

Westfalenliga statt Bezirksliga – für einen der beiden Kapitäne vom TuS Westfalia Wethmar hätte dieser sportliche Aufstieg kürzlich Realität werden können. Doch sowohl Kapitän Florian Fischer als auch sein Stellvertreter Patrick Schöpf schnüren auch in Zukunft die Schuhe für den Bezirksligisten aus dem Lüner Norden. Angesichts der gebotenen Möglichkeiten längst keine Selbstverständlichkeit.

Trotz anderer Offerten gab es eine schnelle Einigung

Es waren wichtige Personalentscheidungen die TuS-Trainer Steven Koch und sein Sportlicher Leiter Rolf Nehling Anfang der Woche verkünden konnten. Mit Torwart Florian Fischer und Mittelfeldmann Patrick Schöpf bleiben dem Bezirksligisten zwei wichtige Stützen auch über den kommenden Sommer hinaus erhalten.

„Ich wohne in Wethmar, fühle mich hier unglaublich wohl und habe jede Menge Spaß mit der Mannschaft, deshalb war die Verlängerung für mich eine wirklich einfache Entscheidung“, betont Fischer, der im Sommer 2019 vom Lüner SV aus der Westfalenliga zum TuS wechselte. Damals wollte er mehr Zeit für seine eigene Familie haben und wagte deshalb den Gang in die Bezirksliga.

Dass dies für ihn augenscheinlich der richtige Weg war, zeigt sich daran, dass Fischer zuletzt auch erneute Angebote aus der Westfalenliga ablehnte, dem Ruf des höherklassigen Fußballs widerstand und stattdessen in Wethmar verlängerte.

Wethmar als letzte Station

„Es gab Vereine, die in den vergangenen Wochen auf mich zugekommen sind und mich gerne verpflichten wollten. Auch aus der Westfalenliga. Aber ich hatte die ganze Zeit den Wunsch, beim TuS zu bleiben und deshalb sind wir schließlich auch wirklich schnell zusammengekommen“, so der Kapitän, der während seiner Karriere unter anderem auch schon für den BV Brambauer und Westfalia Wickede in der Westfalenliga auf dem Platz stand.

Doch der mittlerweile 32-Jährige geht sogar noch einen Schritt weiter, denn: Für ihn soll Wethmar die letzte Station seiner aktiven Fußballer-Karriere sein. „Der TuS bleibt immer mein erster Ansprechpartner und ich habe hier auch einige Freunde, die jetzt in der Alten Herren aktiv sind. Deshalb könnte ich mir schon vorstellen, irgendwann auch da mal an den Ball zu treten. Ich bin ja jetzt 32, das heißt, dass ich zumindest schon mal mit trainieren darf“, erklärt Fischer lachend.

Nach Leisten-OP mittlerweile wieder schmerzfrei

Sogar ein Jahr älter als der etatmäßige Kapitän ist sein Stellvertreter Patrick Schöpf. Auch der 33-Jährige verlängerte seinen Vertrag bei den Grün-Weißen vor Kurzem um ein weiteres Jahr. Für den Routinier gab es dabei keinerlei Zweifel: „Ich habe aufgrund einer Leisten-OP in der aktuellen Saison bislang nur ein Spiel gemacht, das war das Derby gegen Alstedde. Dann kam die Zwangspause. Für mich gibt es auch daher gar keinen Grund, über einen Wechsel nachzudenken“, so Schöpf.

Nach einer Leisten-OP ist Wethmars Patrick Schöpf (links) mittlerweile wieder vollkommen schmerzfrei.
Nach einer Leisten-OP ist Wethmars Patrick Schöpf (links) mittlerweile wieder vollkommen schmerzfrei. © Patrick Schröer © Patrick Schröer

Vielmehr wolle er in den kommenden Monaten bei der Entwicklung der jungen Mannschaft helfen und die Talente beim Sprung in die Bezirksliga unterstützen. „Ich sehe meine Aufgabe darin, unsere vielen jungen Spieler an das Niveau heranzuführen. Die sind sehr wissbegierig und ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind“, betont der Mittelfeldmann.

An ein Ende der aktiven Laufbahn verschwendet der 33-Jährige derweil keine Gedanken. So lange er sich fit fühle, wolle er auch auf dem Platz stehen: „Nach der OP bin ich jetzt endlich schmerzfrei und fühle mich auch noch deutlich jünger als 33. Daher hoffe ich einfach, dass wir bald vielleicht irgendwann wieder auf den Platz können.“

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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