Steven Koch freut sich über das Lob eines ehemaligen Schützlings. © Timo Janisch
Fußball-Bezirksliga

Steven Koch erklärt, wie er aus einem Reserve-Spieler einen Lüner Top-Torjäger gemacht hat

Ein Lüner Top-Stürmer erinnert sich gerne an die Zeit mit Steven Koch zurück und hat ihm nach eigener Aussage viel zu verdanken. Trainer Koch erklärt nun, wie er den Knipser geformt hat.

„Das freut mich natürlich zu hören“, sagt Steven Koch, als er von dieser Redaktion auf das Lob eines ehemaligen Schützlings angesprochen wird. „So viele taktische Sachen wie unter Steven habe ich bei keinem anderen Trainer gelernt. Das hat mich schon wirklich besser gemacht“, sagte der Knipser.

Diese Aussage tätigte Robin Hagenmeyer im Dezember gegenüber dieser Zeitung. Der 22-Jährige ist in Lünen bereits rumgekommen, stürmte in der Jugend für den VfB Lünen, anschließend beim SV Preußen für Koch und knipste später beim BV Lünen unter Dennis Gerleve. Im Sommer kehrte er zum VfB zurück – Hagenmeyer hat also schon so einige Trainer kennengelernt.

Robin Hagenmeyer (r.) möchte zu Westfalia Vinnum wechseln, ist aktuell aber noch Spieler vom VFB Lünen. © Timo Janisch © Timo Janisch

Koch erinnert sich noch an seine Zusammenarbeit, die im Sommer 2019 ihr Ende nahm, als Koch, Hagenmeyer und einige andere Leistungsträger den SVP verließen.

„Als ich zum SV Preußen gekommen bin, haben wir Robin aus der zweiten Mannschaft hochgezogen“, so Koch. Hagenmeyer spielte zuvor lieber für die Reserve der Preußen, weil dort auch seine Freunde kickten. Doch der Stürmer erwies für Koch sich als zu jung, dynamisch und abschlussstark, um es nicht auch in der ersten Mannschaft zu versuchen.

Robin Hagenmeyer lernte taktische Inhalte von Steven Koch

Doch was meint Hagenmeyer mit den „taktischen Sachen“, die er unter dem heutigen Trainer von Westfalia Wethmar gelernt hat? Koch klärt auf: „Wir haben Wert darauf gelegt, dass der Stürmer der erste ist, der gegen den Ball arbeitet.“ Das richtige Anlaufen, Erkennen und Pressingsignalen und die Positionierung im richtigen Raum zählt Koch dazu. „Er hat das super angenommen und umgesetzt“, erinnert sich der Coach.

Dabei reicht es laut Koch aber nicht, grundsätzliche taktische Aspekte einfach nur zu vermitteln. „Sie müssen trainiert, trainiert, trainiert werden“, so der Trainer. Die Arbeit auf dem Platz ist zur Verankerung verschiedener Handlungsprinzipien also unerlässlich.

„Wenn eine grundsätzliche taktische Richtung verinnerlicht ist vom Team, kann man in Details gehen“, sagt Koch. Das sei beispielsweise durch Video-Aufzeichnungen möglich, auf die viele Vereine inzwischen Zugriff haben.

Doch eine gute taktische Ausbildung und Ausrichtung allein reiche natürlich nicht. „Es bringt aber auch nichts, wenn du immer einen Schritt langsamer bist als der Gegner“, sagt der B-Lizenz-Inhaber, der irgendwann auch die Jugend-Elite-Lizenz angehen möchte. Ohne die Basics und Fitness gehe also nichts. Ein Robin Hagenmeyer hat also schon die entsprechenden Voraussetzungen mitgebracht zur ersten Mannschaft des SV Preußen.

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freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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