Ein Lüner Fußballtrainer erzielte in seiner Spielerkarriere ein ganz besonderes Tor und wurde dafür von der Sportschau ausgezeichnet. © dpa

Sportschau Tor des Monats: Lüner Trainer schießt sich in die Geschichtsbücher

Im März 1971 kürte die Sportschau erstmals das Tor des Monats. In der Folge bekam auch ein Lüner Fußballtrainer diese Auszeichnung überreicht – als einer der jüngsten Torschützen in der Geschichte.

Die Sportschau in der ARD gehört seit Jahrzehnten zum Gesamtpaket der Bundesliga. Seit mittlerweile 50 Jahren wird innerhalb der Sendung regelmäßig das Tor des Monats gewählt. Zu den Preisträgern zählt auch ein ehemaliger BVB-Spieler, der heute als Trainer in Lünen an der Seitenlinie steht.

Einer der jüngsten Gewinner der Historie

Es läuft die erste Spielminute im Halbfinale der Deutschen A-Jugendmeisterschaft 1990 zwischen Borussia Dortmund und Hertha Zehlendorf. Kurz nach dem Anpfiff bekommt ein gewisser Mark Bördeling auf dem linken Flügel knapp vor der Strafraumkante den Ball. Der damals 17-jährige Bördeling lässt den Ball kurz aufkommen und jagt ihn anschließend ins rechte obere Eck.

Ein Treffer, der den heutigen Trainer des VfB Lünen seither begleitet und der noch lange Jahre in der ARD-Mediathek zu bestaunen sein wird: „Das ist natürlich schon eine außergewöhnliche Erfahrung. Ich glaube, dass ich bis heute sogar einer der jüngsten Spieler bin, die diese Auszeichnung erhalten haben“, so Bördeling.

Dass es letztlich aber tatsächlich Bördelings Treffer war, der anschließend zum Tor des Monats Juli 1990 gewählt wurde, war angesichts der Konkurrenz keinesfalls selbstverständlich. Denn bei den anderen vier Toren, die ebenfalls zur Auswahl standen, handelte es sich allesamt um Treffer von der damaligen Fußball-Weltmeisterschaft.

„Glück, dass eine Kamera das gefilmt hat“

„Dort dann zu gewinnen, ist sicherlich nochmal etwas ganz Besonderes. Dann auch noch nach Köln ins Sportschau-Studio zu dürfen und dort die Medaille überreicht zu bekommen, werde ich vermutlich nie vergessen“, betont der VfB-Coach.

Mittlerweile ist Mark Bördeling (r.) als Trainer beim VfB Lünen aktiv.
Mittlerweile ist Mark Bördeling (r.) als Trainer beim VfB Lünen aktiv. © Timo Janisch © Timo Janisch

Dabei sei schlussendlich auch eine ordentliche Portion Zufall mit im Spiel gewesen. „Wenn man so einen Treffer erzielt, muss man natürlich auch Glück haben, dass gerade in diesem Moment eine Kamera am Platz ist und das Ganze filmt“, so Bördeling.

Diesem Zufall verdankt der heute 48-Jährige auch den einen oder anderen Spruch, den er noch heute von seinen Spieler zu hören bekommt. „Einige Spieler haben mitbekommen, dass ich da mal diese Medaille gewonnen habe“, erzählt Bördeling „und dann gibt‘s natürlich schon mal einen Spruch. Insgesamt ist das aber für mich mittlerweile doch schon wirklich weit entfernt“.

Für die A-Jugend des BVB blieb die besondere Auszeichnung letztlich allerdings der einzige Erfolg, zog man im Elfmeterschießen gegen Hertha Zehlendorf anschließend doch den Kürzeren. Angesichts der persönlichen Erfahrungen dürften die Erinnerungen an den Spielausgang aber zumindest für den heutigen VfB-Trainer deutlich verblasst sein.

Über den Autor
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
Zur Autorenseite
Marius Paul