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Meinung

SG Gahmen trifft eine kluge Entscheidung in einer grenzwertigen Situation

Bei der SG Gahmen lief in den vergangenen Wochen vieles, vielleicht sogar alles schief. Eine Entscheidung könnte den Trend aber umkehren, kommentiert Timo Janisch.

Die SG Gahmen produzierte in den vergangenen Wochen Neuigkeiten wie am Fließband – doch waren diese Neuigkeiten eigentlich nie positiv für den A-Ligisten. Die Fließbänder der sonst so flüssig laufenden Fußball-Fabrik ruckelten gewaltig. Nun hat der Klub allerdings eine Entscheidung getroffen, die das Band anhalten und langsam wieder in die richtige Richtung fahren lassen könnte.

Aufstieg? Verpasst. Einspruch? Abgelehnt. Geschäftsführer Musa Sagculu? Weg. Sportlicher Leiter Hüseyin Tekin? Auch bald. Trainer Bülent Kara? Beim VfL Kemminghausen. Einige Spieler? Fahren lieber nach Ahlen als nach Gahmen. Der Kunstrasen? Scheint trotz des Fortschritts noch in weiter Ferne.

Wer es mit der SG Gahmen hält, musste sich in den vergangenen Tagen und Wochen erstmal einen Überblick verschaffen, wer bei seinem Verein überhaupt noch am Fließband steht.

SG Gahmen: Zerfall schien denkbar

Und ganz ehrlich: Es sah nicht gut aus. Zu oft hatte man in der jüngeren Vergangenheit schon Mannschaften gesehen, die sich in Windeseile der Konkurrenz angeschlossen haben. Der Fall des SV Preußen ist da das vielleicht prägnanteste, aber sicher nicht einzige Beispiel.

Es würde nicht überraschen, wenn auch die SG Gahmen noch viele weitere Spieler verlieren würde und der seit Jahren erfolgslos angepeilte Aufstieg am Ende des Fließbandes über die Kante fallen würde.

Kadir Kaya ist der neue starke Mann

Doch dort steht nun eine schützende Hand, die zugreifen und das verhindert wird. Diese Hand gehört Kadir Kaya. Der neue Trainer ist genau der richtige Mann, um die Blau-Gelben wieder für positive Schlagzeilen sorgen zu lassen – möglichst auf dem Spielfeld.

Kadir Kaya hat ab Sommer das Sagen bei der SG Gahmen.
Kadir Kaya hat ab Sommer das Sagen bei der SG Gahmen. © Timo Janisch © Timo Janisch

Kaya kennt den Teil des Kaders, der künftig den Kern bilden wird, nur zu gut. Aus dem Kreis der Spieler, die 2019 vom Lüner SV II zur SGG gestoßen waren, hat noch kein Akteur den Klub verlassen. Das taten sie beim LSV dagegen einst wohl auch, weil Kaya sein Amt niedergelegt hatte.

Schwer vorstellbar, dass Fußballer wie die Kiymaz-Brüder, Ali Özkan, Kadir Koc oder Ahmet Karaduman den Verein jetzt verlassen würde. Führungsspieler Koc bekräftigte das zuletzt erst. Dass diese Spieler in Kombination mit Kaya in die Bezirksliga aufsteigen können, haben sie 2019 bewiesen.

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Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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