Kevin Helmrich kehrt nach einem Jahr bei BW Alstedde zum BV Lünen zurück. © Goldstein
Fußball

Schluss nach nur einem Jahr als Spielertrainer: „Das ist eine bittere Entwicklung“

Kevin Helmrich wechselt überraschend von BW Alstedde zum BV Lünen. Für den 32-Jährigen nach nur einem Jahr als Spielertrainer der zweiten Mannschaft ein unvorhersehbares Ende seiner Amtszeit.

Anfang Mai. Eigentlich der Zeitpunkt, an dem bei den Vereinen im Normalfall die Kaderplanungen für die kommende Spielzeit auf die Zielgerade einbiegen. Bei BW Alstedde gestaltet sich die allerdings Situation etwas anders. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der Verein aus der eigenen zweiten Mannschaft eine U23 formen will.

Einer der Leidtragenden dieser Entwicklung bei BW Alstedde war Spielertrainer Kevin Helmrich, der sich kurzerhand zu einer Rückkehr zum BV Lünen entschied und das, obwohl die Vorbereitungen für die neue Spielzeit laut Helmrich beinahe abgeschlossen waren.

Kommunikation bei Alstedde als ausschlaggebender Punkt

„Wir sind als Mannschaft schon vor vollendete Tatsachen gestellt worden“, konstatiert Noch-Alstedde-Trainer Helmrich rückblickend. Ende April habe man ihn darüber informiert, dass man die zweite Mannschaft zu einer U23 umfunktionierten werde. Die Konsequenz: Bis auf einzelne Ausnahmen sollen in dem B-Liga-Team fortan vor allem junge Talente zum Zug kommen.

Dass die Kommunikation seitens des Vereins dabei nicht optimal vonstatten ging, hatten die Alstedder Verantwortlichen Andreas Hermes und Manfred Ungethüm zuletzt bereits eingestanden. Dies sei auch der Aspekt gewesen, der für Helmrich letztlich den Ausschlag für die Rückkehr zum BV Lünen gegeben habe.

„Wir waren mit den Planungen für die neue Saison schon ziemlich weit und werden dann mit dieser Entscheidung konfrontiert“, so Helmrich. Mit der Perspektive vor Augen, künftig vor allem in der dritten Mannschaft von BW Alstedde und somit in der C-Liga zum Einsatz zu kommen, sei für ihn schnell klar gewesen, dass er sich anders orientieren wolle.

BW Alstedde: Prinzip der Jugendförderung „sinnvoll“

„Ich bin schon sauer und unter diesen Umständen wollte ich in Alstedde dann auch nicht mehr weitermachen. Das ist eine bittere Entwicklung“, betont Helmrich. Das erste Jahr als Spielertrainer habe sich der 32-Jährige, der im vergangenen Sommer nach vier Jahren beim BVL zu Alstedde gewechselt war, natürlich gänzlich anders vorgestellt.

Dass Alstedde grundsätzlich vermehrt auf junge Spieler setzen wolle und hierfür auch die Mannschaften umstrukturieren, hält Helmrich derweil sogar für einen sinnvollen Plan. „Vom Prinzip her ist das auf jeden Fall richtig. Man hätte es nur anders und vor allem frühzeitiger kommunizieren müssen.“

Für den 32-Jährigen bedeutet der Wechsel zum BVL indes zeitgleich auch eine Abkehr vom Trainerdasein. „Ich werde beim BV nur noch als Spieler aktiv sein“, so Helmrich, „und hoffe, dass wir mit der ersten Mannschaft in der B-Liga dann oben mitspielen können. Das ist auf jeden Fall unser Ziel.“

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul
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