Am Samstag wackelt der Uraltrekord von Tasmania Berlin. Wir zeigen, welche Lüner Klubs zuletzt noch schlechter als der FC Schalke 04 abgeschnitten haben. © picture alliance/dpa
Fußball

Schlechter als Schalke 04: Diese Lüner Teams waren seit 2010 richtig katastrophal

Es gibt Lüner Fußball-Mannschaften, die in den vergangenen zehn Jahren mindestens so schlecht waren wie aktuell der FC Schalke. Eine Mannschaft ist dabei, die mittlerweile ganz andere Rekorde anpeilt.

30 Bundesliga-Spiele am Stück hat der FC Schalke 04 saisonübergreifend nicht gewonnen. Der legendäre Uraltrekord von Tasmania Berlin aus der Saison 1965/66 ist längst ins Wanken geraten. Sollte der S04 auch am Samstag gegen die TSG Hoffenheim nicht siegen, stellen die Blau-Weißen den Tasmania-Rekord ein.

Wir haben uns auf Spurensuche begeben und geschaut, welche Lüner Mannschaften in den vergangenen zehn Jahren ähnlich schlecht abgeschnitten haben. Soviel vorab: Es gibt mehrere Kandidaten.

Sechs Lüner Teams dabei

Vier Zähler aus 14 Partien hat Schalke 2020/2021 bislang gesammelt. Das ergibt 0,29 Punkte pro Spiel. Dieser Wert soll maßgeblich sein zum Vergleich mit Lüner Mannschaften. Insgesamt sechs Teams waren seit Beginn der Spielzeit 2010/2011 noch erfolgloser als der S04 oder genau so schlecht – darunter auch eine heute sehr ambitionierte Mannschaft. Ausgeschlossen haben wir Mannschaften, die im Laufe der Saison zurückgezogen haben, und aufgrund der wenig absolvierten Spiele die aktuell unterbrochene Spielzeit.

BV Lünen II, Saison 2011/2012 (Kreisliga B): 0,29 Punkte pro Spiel

Die zweite Mannschaft des BV05 bot vor neun Jahren den gleichen Punkteschnitt auf wie die Schalker vor dem möglichen Rekordspiel gegen Hoffenheim. Aus 28 Partien sammelten die Geister acht Punkte, holten im Gegensatz zu den Gelsenkirchenern dabei immerhin einen Sieg. Am Ende stieg man folgerichtig ab.

TuS Niederaden II, Saison 2016/2017 (Kreisliga D): 0,25 Punkte pro Spiel

Die TuS-Reserve holte aus 28 Begegnungen sieben Punkte. Wie der BV Lünen gewannen die Niederadener immerhin eine Partie. Dabei stellte der TuS nicht einmal die schlechteste Defensive der Liga und blieb sogar so gerade eben (99 Gegentore) bei einer zweistelligen Anzahl an Gegentreffern. Letzter wurde man an der Kreisstraße trotzdem. Immerhin konnte man nicht mehr absteigen, spielte man doch bereits in der untersten Liga.

SG Gahmen, Saison 2013/2014 (Kreisliga A): 0,24 Punkte pro Spiel

2021 spielt die SG Gahmen um den Aufstieg in die Bezirksliga und könnte wohl eher positive Punkterekorde knacken. Vor einigen Jahren sah das noch ganz anders aus. Mit acht Punkten aus ganzen 34 Spielen stieg die SGG sang- und klanglos in die Kreisliga B ab. 190 Gegentore kassierten die Blau-Gelben während dieses langen Gangs eine Klasse tiefer.

TuS Westfalia Wethmar II, Saison 2019/2020 (Kreisliga A): 0,15 Punkte pro Spiel

Die noch präsenteste Saison unter den Schalker Leidensgenossen. Erst in der zurückliegenden Spielzeit präsentierte sich die Wethmarer U23 nicht konkurrenzfähig. Ein Sieg und 19 Niederlagen aus 20 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. In der aktuell unterbrochenen Saison durfte die Westfalia dennoch wieder in der Kreisliga A vorsprechen. Der Saisonabbruch aufgrund der Corona-Pandemie verhinderte den Abstieg.

FC Brambauer II, Saison 2013/2014 (Kreisliga C): 0,12 Punkte pro Spiel

Es sind echte Schalker Werte, die die Reserve des damals noch jungen FC Brambauer 2013/2014 auflegte. Drei Unentschieden, kein einziger Sieg, 152 Gegentore und eine satte Tordifferenz von Minus 114. Ein Abstieg des FCB war immerhin unmöglich.

SV Preußen II, Saison 2011/2012 (Kreisliga A): 0,01 Punkte pro Spiel

Es ist eine Statistik des Grauens, die der SVP aus der Saison 2011/2012 aufweist. Wie die erste Mannschaft spielte auch die Reserve in der Kreisliga A, diese entpuppte sich allerdings als eine gehörige Nummer zu groß. Einen Punkt holten die Preußen aus 30 Spielen (3:3 gegen Sölde), kassierten ansonsten fast nur hohe Niederlagen, darunter sogar ein 0:20. Mit 22:188 Toren beendeten die Schwarz-Weißen die Saison.

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Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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