Für Sandro Plechaty und Rot-Weiss Essen läuft es. © Nico Ebmeier
Fußball

Sandro Plechaty vor der Hammer-Woche mit RW Essen: „Ich will beide Spiele gewinnen“

Vor Sandro Plechaty liegt die wichtigste Woche seiner Laufbahn. Dem DFB-Pokal-Achtelfinale folgt der Aufstiegskracher gegen Borussia Dortmund. Wir haben mit dem Lüner gesprochen.

Für Sandro Plechaty (23) steht die wohl ereignisreichste Woche seiner Fußballkarriere an. Der Lüner trifft mit Rot-Weiss Essen am heutigen Dienstag (18.30 Uhr) im DFB-Pokal-Achtelfinale auf Bayer Leverkusen und am Samstag (14 Uhr) im Regionalliga-Spitzenspiel auf die U23 von Borussia Dortmund.

Vor dem Pokalkracher gegen Leverkusen sprach der rechte Außenbahnspieler mit dieser Zeitung. Dabei äußerte sich Plechaty auch über die fehlenden Fans an der legendären Essener Hafenstraße.

Herr Plechaty, für Sie stehen mit Rot-Weiss Essen innerhalb weniger Tage das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen und das Regionalliga-Topsspiel gegen Borussia Dortmund U23 an. Haben Sie schon mal eine so wichtige Woche vor sich gehabt?

Der DFB-Pokal ist für den Verein etwas Besonderes, aber auch für mich. Ich habe in diesem Wettbewerb ja noch nie gespielt. Das Leverkusen-Spiel ist schon richtig geil.

Passenderweise hatten Sie am Wochenende davor spielfrei. Wie haben Sie die freie Zeit genutzt?

Das kommt uns gelegen. Wir haben ausschließlich Zeit, um uns auf Leverkusen vorzubereiten. Das ist sehr gut.

Da passt es auch, dass Leverkusen am Samstagabend das Topspiel gegen RB Leipzig bestritten hat.

Definitiv. Ich habe mir die Partie natürlich angeschaut. Das Spiel ist auch in unsere Analyse eingeflossen. Das ist für uns sicherlich nicht schlecht. Leverkusen hat danach auch noch das wichtige Spiel gegen Stuttgart.

Um welches der beiden Highlight-Spiele machen Sie sich persönlich mehr Gedanken?

Aktuell geht es nur um das Leverkusen-Spiel. Dortmund blende ich erstmal aus. Das gehen wir als Team so an.

Am Samstag treffen Sandro Plechaty (l.) und RW Essen erneut auf den BVB. Dann aber an der Essener Hafenstraße. © Thomas Bielefeld © Thomas Bielefeld

Im Hinspiel gelang Essen gegen den BVB ganz spät der Ausgleich (1:1). Was muss Rot-Weiss im Vergleich dazu besser machen, um den immens wertvollen Dreier einzufahren?

Das Spiel ist abgehakt, da schaut man nicht mehr so drauf. Wir sind gut in Form, gehen mit Selbstvertrauen in jedes Spiel. Wir werden wieder mit einem guten Matchplan reingehen. Daran ändert sich nichts, nur weil wir gegen Dortmund spielen.

Für Regionalliga-Verhältnisse kriegt man in Essen das Fehlen der Fans natürlich sehr deutlich mit. Wie präsent ist es nach fast einem Jahr der Corona-Pandemie noch, dass man an der Hafenstraße nun zwei Mal eine absolut grandiose Stimmung verpasst?

Das ist brutal. Das macht den Verein aus, die Fans haben eine gewaltige Kraft. Ich durfte das ja bislang nur einmal miterleben, als gegen Fortuna Düsseldorf II 5.000 Fans da waren. Da wir so eine Saison spielen, wäre das Stadion bestimmt auch fast immer ausverkauft.

Wenn Sie nur ein Spiel gewinnen könnten und sich entscheiden müssten, wie würde Ihre Wahl lauten?

Da gibt es keine Wahl. Ich will beide gewinnen (lacht).

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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