Zwischen den Spielern von TuS Niederanden und SuS Rünthe gab es einige strittige Szenen. © Günther Goldstein
Fußball

Riesen-Proteste vom TuS Niederaden: „Das war eine komplett unsportliche Aktion“

In der Kreisliga B verliert Aufstiegsaspirant TuS Niederaden gegen den SuS Rünthe. Nach der Partie kritisiert der Trainer aus Niederaden das Verhalten des Gegners. Es geht um mehrere Situationen.

Fußball-B-Ligist TuS Niederaden musste am Sonntag einen herben Dämpfer im Aufstiegsrennen einstecken. Gegen den SuS Rünthe verloren die Lüner auf heimischer Asche mit 1:2. Der Rückstand auf Tabellenführer Cappenberg II beträgt nun schon satte sieben Zähler.

Kreisliga B2 Unna/Hamm

TuS Niederaden – SuS Rünthe 1:2 (1:1)

In einem hart geführten Spiel versteckten sich die Gäste aus Bergkamen zu Beginn keineswegs und waren das bessere Team. Serkan Özdemir verpasste das frühe 0:1, als er freistehend über den Kasten zielte (12.). Niederaden war weiterhin überhaupt nicht im Spiel und legte Rünthe den Führungstreffer auf.

Maurice Althoff spielte einen riskanten Ball zurück zum eigenen Sechzehner, Gianluca Kösling und Torwart Marcel Möller waren sich nicht einig und Rünthes Dominik Lühr schnappte sich das Leder und schob ins verwaiste Tor ein (20.).

Der Gegentreffer war wie ein Weckruf für Niederaden, die nun mehr fürs Spiel taten. So war der Ausgleich nicht unverdient. Nach einem Hin und Her im Rünther Strafraum war es letztendlich Tim Wiggers, der zum 1:1 traf (35.).

Niederaden blieb aktiver, doch fast wäre Rünthe kurz vor der Pause erneut in Führung gegangen. Florian Hans kratzte einen Ball von der Linie. Zu allem Überfluss konnte Möller nicht mehr weiterspielen, Feldspieler Mark Hilgert musste zwischen die Pfosten, da Niederaden keinen Ersatztorwart auf der Bank hatte.

TuS Niederaden protestiert – Rünthe zeigt sich unbeeindruckt

In der zweiten Hälfte blieb die Partie turbulent. Niederadens beste Chance zur Führung vereitelte SuS-Keeper Manuel Noetzel, der einen Volley von Thies Adam aus dem Winkel kratzte. Auch in der letztendlich spielentscheidenden Szene war Adam beteiligt. Er blieb nach einem Zweikampf am Boden liegen.

Rünthe spielte den Ball allerdings nicht ins Seitenaus, sondern setzte den Angriff fort. Julian Siegel traf von der Strafraumkante ins lange Eck, Hilgert war machtlos (50.).

Große Proteste der Niederadener blieben fruchtlos und so rannte der TuS einem Rückstand hinterher. Rünthe kam nun kaum noch hinten raus, doch Niederaden machte den Ball nicht rein. Die beste Chance vergab Althoff, Noetzel lenkte seinen Kopfball stark an den Pfosten. (70.).

Der eingewechselte Noah Schmidt hatte den Ausgleich in den Schlusssekunden auf dem Fuß, scheiterte aber erneut an Noetzel. So bekam der SuS die Führung über die Zeit.

Trainer Amel Mesic ärgerte sich über Zurufe von außen.
Trainer Amel Mesic ärgerte sich über Zurufe von außen. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Niederadens Trainer Amel Mesic war enttäuscht über das Ergebnis: „Das ist total ärgerlich, weil wir uns die Dinger im Moment immer selbst reinhauen. Die ersten 20 Minuten haben wir überhaupt nicht stattgefunden, die haben das gut gemacht. Danach waren wir besser. Rünthe hat von draußen unglaublich viel provoziert, das ging gar nicht. Bei der besagten Aktion war es komplett unsportlich von denen, den Ball an der Mittellinie nicht ins Aus zu spielen. Das macht man einfach nicht, zumal es auch ein Foul war.“

TuS: Möller (46. Schemmann) – Williamson (46. Schulze Beckinghausen), Hilgert, M.Schmidt, Linz, Kösling, D.Hans, Wiggers, Althoff, F.Hans, Adam (50. Gruhle/60. N.Schmidt)

Tore: 0:1 Lühr (20.), 1:1 Wiggers (35.), 1:2 Siegel (50.)

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