Bei Preußen Münster wird die Lüner Nachwuchshoffnung bald wohl in der U19-Bundesliga auflaufen. © picture alliance/dpa

Rasanter Aufstieg: Lüner Nachwuchstalent spielt bald in der U19-Bundesliga

Angefangen hat alles in der Jugend des VfB Lünen, anschließend ging es für ein Lüner Talent über den FC Schalke 04 zu Preußen Münster. Dort steht der 17-Jährige nun vor einem großen Karriere-Sprung.

Es ist der Traum vieler kleiner Nachwuchskicker, irgendwann den Sprung in den Profifußball zu schaffen. Doch nur eine verschwindend geringe Anzahl der Talente, die davon träumen, einmal für einen richtig großen Klub aufzulaufen, kann sich am Ende tatsächlich diesen Wunsch erfüllen.

In Lünen gibt es jetzt aber eine neue Nachwuchshoffnung, die auf einem guten Weg ist, sich einen Platz im Profibereich zu erkämpfen – trotz eines enormen Rückschlags vor einigen Jahren.

Über den TSC Eintracht und Schalke 04 zum SC Preußen

Drei Jahre war Paul Wiemer alt, als er bei den Mini-Kickern des VfB Lünen erstmals auf dem Fußballplatz stand. Damals hieß sein Trainer Frank und war gleichzeitig sein Vater. Mittlerweile – knapp 14 Jahre später – ist der einstige VfB-Kicker zu einem Fußballtalent im Nachwuchs des SC Preußen Münster gereift. Und noch immer gehört Vater Frank zu den großen Förderern seines Sohnes, wenn auch nicht mehr als Trainer an der Seitenlinie.

Paul Wiemer (l.) hat bei Preußen Münster einen starken Eindruck hinterlassen.
Paul Wiemer (l.) hat bei Preußen Münster einen starken Eindruck hinterlassen. © Privat © Privat

„Paul hat bis zum ersten Jahr in der E-Jugend noch für den VfB gespielt und ist dann zum TSC Eintracht Dortmund gewechselt. Bei einem Sichtungswettbewerb in Kaiserau sind dann Borussia Dortmund und Schalke 04 auf ihn aufmerksam geworden“, so Frank Wiemer, der gemeinsam mit seiner Frau Jacqueline bis heute die Gaststätte des VfB an der Dammwiese betreibt.

Damals habe sich Paul dann für den Wechsel nach Gelsenkirchen in die berühmte Knappenschmiede entschieden. „Wir haben zwar immer ein Auge auf ihn gehabt, aber die endgültige Entscheidung haben wir dann Paul überlassen. Er musste sich damit wohlfühlen“, betont Wiemer.

Bis zu diesem Zeitpunkt sah die Fußballer-Laufbahn des VfB-Talents wie eine Bilderbuchgeschichte aus. Doch dann zog sich der Rechtsfuß einen Kreuzbandriss zu – im Alter von gerade einmal zwölf Jahren. Ein herber Rückschlag. „Paul hat sich aber zurück gekämpft, war auf Schalke dann allerdings außen vor und hatte zu dieser Zeit dann keinen Spaß mehr am Fußball und wollte gerne wechseln“, erklärt Vater Wiemer. Auch ein Gespräch mit Matthias Schober, einstiger Bundesligatorwart und heute Sportlicher Leiter in der S04-Jugend, habe daran nichts mehr geändert.

Paul Wiemer ist für die U19-Bundesligamannschaft eingeplant

Nur vier Tage nach dem Ende bei S04 habe Preußen Münster Kontakt zu Familie Wiemer aufgenommen und bekundete Interesse an dem gebürtigen Lüner. Mit 14 ging es für das Nachwuchstalent dann zum heutigen Regionalligisten. Ein Schritt, der sich laut Frank Wiemer vollkommen bewährt habe: „Er stand endlich wieder mit einem Lächeln auf dem Platz. Das ist das Wichtigste.“ Und auch im Hinblick auf die sportliche Entwicklung scheint sich der Schritt zu den Adlerträgern auszuzahlen.

Zuletzt gehörte der mittlerweile 17-Jährige Außenbahnspieler schon zu den Stützen der U17-Bundesligamannschaft der Preußen und darf sich nun im Training der U19 beweisen – mit guten Aussichten.

„Anfang des Jahres haben schon Gespräche über die Planungen für das U19-Team stattgefunden und da klang durch, dass man Paul gerne bei der Mannschaft haben möchte. Das macht einen als Elternteil natürlich unglaublich stolz. Vor allem wenn man weiß, wo der Kollege herkommt“, so Frank Wiemer, der sich bei seinem Sohn sogar an einen aktuellen VfB-Spieler erinnert. „Von der Geschwindigkeit her muss ich immer an Tim Gehrmann aus der ersten Mannschaft denken. Die beiden sind wirklich sehr fix unterwegs.“

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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